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Flugtag ins Wasser gefallen

Modellflieger Flugtag ins Wasser gefallen

Den Modellfliegern wurde das 9. Hessische Vereinsfliegen gehörig verregnet. Die Höhepunkte Starfighter und Jak 55 bleiebn in ihren Garagen.

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Sebastian Arnold vom MFC Leihgestern baute seine Ultimate unter den staunenden Blicken eines jungen Besuchers für einen Flug zusammen. Bei Nieselregen blieben die Modelle am Boden und es blieb Zeit für Gespräche.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke, Michael Hof

Mornshausen/S. . „Nur bei schönem Wetter werden die Schätzchen ausgepackt“, sagte Harald Merte, Vorsitzender der Modellfluggemeinschaft (MFG) Salzbödetal. Die hochsensible Technik der Modellflugzeuge durfte nicht feucht werden, deshalb blieben die Modelle bei Regen am Boden, und die Teilnehmer aus zwölf Vereinen gingen zum gemütlichen Teil über und fachsimpelten unter Dach über ihr Hobby: darüber, welche Erfahrungen sie gesammelt haben und welches Model sie gerade bauen. Das Beisammensein stand ohnehin unter dem Motto „Modellflieger sind nette Menschen“, und so stand bei Regen die Unterhaltung im Vordergrund. Sobald aber der Himmel aufklarte, machten die Modellflieger ihre Flugzeuge startklar.

Merte rief vorher noch die Modellflieger zum Briefing zusammen: „Ein herzliches Willkommen an all diejenigen, die das Wetter nicht abgeschreckt hat.“ Er erläuterte kurz und bündig den Flugraum: bis zum Zaun und nicht über die Streuobstwiese, nach oben gibt es keine Grenze.

Jan Dominik Will und Sebastian Arnold waren aus Leihge­stern angereist, um ihre Modelle zu fliegen. Arnold hatte eine Ultimate mit einer Spannweite von 2,60 Meter und Will eine Extra mit einer Spannweite von drei Metern. Die beiden Modellflieger zählen bereits zu der Elite und der Zusammenbau ihrer Modelle zog bereits staunende Blicke auf sich.

Als Höhe­punkte hätten die Organisatoren gern den Starfighter von Wolfgang Weber und die Jak 55 von Rainer Kirch präsentiert. Die Modelle gingen bei Regen aber nicht in die Luft. Auch der Deutsche Meister im Jetfliegen, Christian Lohwasser, hatte bei Dauernieselregen sein Modell nicht geflogen.

Merte hatte sein Modell Su 31 mit einer Spannweite von 2.60 Meter dabei. Er kam mit 14 Jahren zum Hobby Modellfliegen. Mit dem Konfirmationsgeld hat er sich seine erste Steuerung gekauft. Mit 50 Jahren geht er noch immer gern seinem Hobby nach. „Es ist zwar zeitintensiv, aber wunderschön“, bestätigt er. Bei schönem Wetter wird sonntagmorgens auf der Anlage der MFG Salzbödetal geflogen, manchmal auch samstags. Willkommen ist jeder, der in das Hobby reinschnuppern will. Man kann „einfach vorbeikommen oder sich an den Vorstand wenden“, sagt Merte. „Jeder ist bei uns gern gesehen“, sagt Merte und betont, dass es nicht auf die Extravaganz der Modellflugzeuge ankommt, sondern auf den Zusammenhalt.

Das Treffen der Modellflieger fand 2003 zum ersten Mal statt. Ein Jahr später waren die Mornshäuser Ausrichter des Club- und Familienfestes. Im nächsten Jahr wird in Mücke die 10. Veranstaltung ausgerichtet.

„Dazu wollen wir uns etwas Besonderes überlegen“, sagt der Vorsitzende.

von Silke Pfeifer-Sternke

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