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Hinterland FingerHaus investiert 5,6 Millionen
Landkreis Hinterland FingerHaus investiert 5,6 Millionen
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20:18 17.09.2010
Die Geschäftsführer und Gesellschafter des Traditionsunternehmens FingerHaus mit Landrat Reinhard Kubat (2.v.l.) an der neuen Riegelwerkstation. Die Maschine ermöglicht die halbautomatische Produktion von Wänden. Quelle: Johannes Fuhr

Frankenberg. Gesellschafter, Geschäftsführung und Führungsmitarbeiter des Familienunternehmens FingerHaus begrüßten am Freitagvormittag (Fach-)Journalisten aus ganz Deutschland in der Frankenberger Firmenzentrale, um die modernisierte und erweiterte Produktion vorzustellen.

Der Geschäftsführer für den technischen Bereich, Klaus Cronau, nannte die Investitionen von insgesamt rund 5,6 Millionen Euro ein „klares Bekenntnis zum Standort Frankenberg“. Der Fertighaushersteller sei zuletzt an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. „Ursprünglich war das Werk für die Produktion von 350 Häusern pro Jahr ausgelegt“, erklärte Cronau. Mittlerweile baut das stetig gewachsene Unternehmen rund 600 Häuser pro Jahr.

Mussten die FingerHaus-Mitarbeiter vor der Erweiterung der Produktionshallen noch im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten, hat das Unternehmen mittlerweile wieder auf den Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt.

Den wesentlichen Teil der Investitionen bildet ein Anbau an die Produktionshalle 1, die um 52 Meter verlängert wurde. Dadurch produziert FingerHaus nun auf einer Fläche von 8.200 Quadratmetern, hinzu kommen 3.400 Quadratmer Hallenfläche für Lager und Logistik. Der Hallenanbau habe rund 1,5 Millionen Euro gekostet.

In dem Anbau hat das Unternehmen eine so genannte Riegelwerkstation neu in Betrieb genommen. Kostenpunkt: 800.000 Euro. Die speziell für FingerHaus entwickelte Maschine ermöglicht eine weitere Automatisierung bei der Produktion von Wänden.

Trotz aller Technik spielen nach wie vor die Mitarbeiter eine entscheidende Rolle, betonte Cronau.

Auch im Außenbereich hat sich bei FingerHaus in den vergangenen Monaten einiges getan. Für 550.000 Euro hat das Unternehmen unter anderem neue Verkehrswege und einen weiteren Parkplatz angelegt. Außerdem hat der Fertighaushersteller auf den Dächern seiner Hallen eine Photovoltaikanlage installiert. Investitionssumme: 1,2 Millionen Euro.

Nur durch „intensivsten“ Einsatz der Mitarbeiter und der am Bau beteiligten Unternehmen sei es möglich gewesen, die Erweiterung und den Umbau der Hallen ohne Auswirkungen auf die Produktion umzusetzen, betonte Cronau. Nach zwei Wochen Betriebsferien konnte die Produktion Anfang August regulär weiterlaufen.

von Johannes Fuhr

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