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Hinterland Finanz-Studium in umgebautem Hotel
Landkreis Hinterland Finanz-Studium in umgebautem Hotel
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20:18 01.10.2014
Die DVAG mit Vorstand Andreas Pohl an der Spitze holte die Fachhochschule der Wirtschaft nach Marburg. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Jeder zweite Studierende der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) ist ein Kind eines Vermögensberaters, erklärte Dr. Helge Lach vom Vorstand der DVAG während der Eröffnungsfeier. Tim Möller ist einer der 30 Erstsemester, die seit dieser Woche im umgebauten Hotel-Gebäude des früheren Waldecker Hofs lernen und wohnen. Auch der 19-Jährige aus der Nähe von Trier will in die Fußstapfen seines Vaters treten und Vermögensberater werden.

Dafür hat er ein duales Studium aufgenommen. Sein erster Eindruck nach zwei Tagen: „Die Räumlichkeiten sind spitzenklasse, die Ausstattung ist topmodern. Und die beiden Professoren sind bisher sehr nett. Das hat Spaß gemacht“, sagt er im Gespräch mit der OP.

Das Besondere an der Fachhochschule ist auch, dass die meisten Studierenden auch dort wohnen - zumindest während der Theorieeinheiten (die OP berichtete). 30 komfortable Studentenzimmer befinden sich in der oberen Etage. Eine Cafeteria, Aufenthalts- und Fitnessraum sollen das Studentenleben angenehmer machen. Oberbürgermeister Egon Vaupel wünschte den neuen Studierenden, in Marburg nicht nur zu lernen, sondern auch zu leben und zu feiern.

Ehrengast der gestrigen Feier war der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU). Einer seiner Amtsvorgänger, Udo Corts - der nun Unternehmenssprecher im DVAG-Vorstand ist -, habe ihn gebeten, zur Eröffnung nach Marburg zu kommen, erklärte Rhein. Dieser Bitte sei er gern nachgekommen, da er die Verdienste der DVAG und ihres verstorbenen Gründers Dr. Reinfried Pohl sehr zu schätzen wisse. Zahlen nannte er nicht, verwies aber auf die hohen Gewerbesteuerzahlungen, die die DVAG an die Städte Frankfurt und Marburg abführe. Weiter betonte Rhein die zunehmende Bedeutung von nichtstaatlichen Hochschulen in Deutschland. Mehr als ein Viertel der Hochschulen in Deutschland seien privat.

von Anna Ntemiris