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Junge Zauberer fliegen durch den Wald

Ferienpass Gladenbach Junge Zauberer fliegen durch den Wald

Wie Hermine auf einem Besen durch den Wald fliegen, wie Harry Potter in einem Quidditch-Turnier antreten oder selbst gebrauten Zaubertrank schlürfen – für 52 Ferienpass-Kinder ging dieser Traum nun in Erfüllung.

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An einem Seil schwingen die jungen Zauberlehrlinge durch den Wald und fühlen sich dabei, als könnten sie fliegen.

Quelle: Sascha Valentin

Mornshausen/S. Die Spielwoche an der Rauschenberghütte des Gladenbacher Stadtteils stand im Zeichen des berühmten Zauberlehrlings Harry Potter und seiner Freunde. Das Besondere dabei war aber nicht nur die Zauberwelt, in die die Kinder eintauchten, sondern auch der inklusive Charakter der Ferienpass-Woche.

Denn diese richtete sich an Kinder mit und ohne Beeinträchtigungen und wurde durch die Initiative „Inklusion bewegt“ gefördert. Deren Ziel sei es, Kinder mit und ohne Behinderung im gemeinsamen Spiel zu vereinen und so den Kontakt zwischen ihnen herzustellen.

In Gladenbach sei das gar kein Problem, sagte Stadtjugendpfleger Karl Nickel. „Wir haben diesmal sechs Kinder mit Beeinträchtigungen dabei gehabt und es lief einfach super“, erzählte er.

Zwar sei seitens der Betreuer­ darauf geachtet worden, dass die betroffenen Kinder gleichmäßig auf die gebildeten Spielgruppen aufgeteilt wurden, doch funktionierte die Integration von Anfang an wunderbar. „Viele der Kinder kannten sich schon untereinander und für sie war es gar kein Problem“, sagte­ Nickel. Alles sei so eingespielt gewesen, „dass es praktisch wie von selbst läuft“.

Natürlich habe es verschiedene Aktivitäten gegeben, bei denen die Kinder mit Handicap unter Umständen ein wenig benachteiligt waren. So sei das Quidditch-Spiel für sie mitunter ein wenig schnell gewesen, aber sie hätten trotzdem mit viel Spaß daran teilgenommen und wurden auch von den anderen Spielern akzeptiert, erzählte Nickel.

Vier Hogwarts-Häuser bauen eigene Buden

Ansonsten wurden die Spiele­ so gewählt, dass sie problemlos von allen Kindern bewältigt werden konnten. Besonders gut kam bei den jungen Zauberlehrlingen etwa die Besenflugstunde an, die einige Teilnehmer schon ein wenig Überwindung kostete. Dabei mussten sie nämlich über eine Leiter einen Baum hinaufklettern und sich von dort, in einem Sicherheitsgurt hängend, mit einer Seilrutsche zu Boden schwingen. Wer wollte, konnte sich dabei sogar einen Besen zwischen die Beine klemmen und sich dabei wie die Figuren aus den bekannten Büchern und Filmen fühlen.

Ebenso wurden Zauberstäbe gebastelt, ein Zauberquiz gelöst und ein Zaubertrank gebraut. Viel Kreativität hatten die Kinder zudem in den Bau ihrer ­eigenen Büdchen gelegt, die die Zauberhäuser Gryffindor, Ravenclaw, Slytherin und Hufflepuff der Hogwarts-Schule repräsentierten. Mit Ästen und Zweigen, Blättern, Moos und Baumrinde schufen die Kinder dabei die gesamte Woche über kleine Bauwerke, die sie ihren Eltern beim Abschlussfest stolz vorstellten und sie zum Probewohnen darin einluden.

Zum Finale gab es dann noch ein Quidditch-Turnier, bei dem die vier Häuser gegeneinander antraten und von den Zuschauern am Spielfeldrand angefeuert wurden.

von Sascha Valentin

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