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FSV hat Lust auf ein neues Sportheim

200000-Euro-Projekt FSV hat Lust auf ein neues Sportheim

Einstimmig bei zwei Enthaltungen beauftragten die Mitglieder des FSV 1921 „Lahnlust“ Buchenau den Vorstand, die Planungen für die Sanierung, Erweiterung und Modernisierung des Sportheims voranzutreiben.

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Das Sportheim des FSV Buchenau wird einem Neubau weichen. Das beschlossen die Mitglieder während der Hauptversammlung.

Quelle: Gianfranco Fain

Buchenau. Zur Jahreshauptversammlung des FSV 1921 „Lahnlust“ Buchenau in der Gaststätte Muth begrüßte der Vorsitzende Lothar Dönges am Freitagabend rund 80 Mitglieder. Im Mittelpunkt stand neben zahlreichen Ehrungen auch die Vorstellung der Planungen für die Sanierung, Erweiterung und Modernisierung des Sportheims, die Diplomingenieur Wolfgang Schöbener vortrug.

Die Sportheimerweiterung müsse so schnell wie möglich umgesetzt werden, um den grundsätzlichen Erfordernissen auch hinsichtlich der Gruppenligazugehörigkeit gerecht zu werden, erklärte Dönges. Ein solches Projekt könne nur dann verwirklicht werden, wenn viele Mitglieder durchaus auf unterschiedliche Art und Weise mithelfen würden.

Schöbener stellte zwei alternative Planungen für die Sanierung, Erweiterung und Modernisierung des Sportheims vor. Die zuerst angedachte energetische Sanierung des 1978 erbauten Sportheims beziffert Schöbener auf etwa 100000 Euro. Da aber auch im Innern Änderungen notwendig seien, das Sportheim allerdings im Hochwasserbereich der Lahn liege, habe er eine Bestandsanalyse erstellen lassen, um auch zu prüfen, welche Versionen die Behörden genehmigen würden.

Es biete sich eine ein- und eine zweigeschossige Lösung an, wobei die eingeschossige Lösung sinnvoller und kostengünstiger sei. Bei dieser müsse quasi von der Bodenplatte aus alles neu aufgebaut werden. Die ungefähren Kosten bezifferte Schöbener auf 200000 Euro, von denen dann die Zuschüsse ebenso abgingen, wie die Eigenleistung der 423 Vereinsmitglieder, die bis zu 25 Prozent der Kosten betragenen könnten. Nachdem sich der Vorstand für die eingeschossige Lösung ausgesprochen hatte, beauftragten die Mitgliedern ihn einstimmig bei zwei Enthaltungen, die Planung für diesen Bau voranzutreiben.

Gegenüber der OP erklärte Dönges, dass die Finanzierung noch offen sei. Man wolle erst die Planung auf den Weg bringen, um den genauen Kostenrahmen abzustecken mit dem man kalkulieren könne. Dönges rechnet gar mit Baukosten von 220000 bis 240000 Euro, die sich zudem noch durch den Bau eines Kanals um weitere geschätzte 50000 Euro erhöhen würden. Dieser Kanalanschluss müsste bis an den Abzweig zum Neubaugebiet Katzenbachtal gelegt werden, rund 200 Meter, die der Verein selbst bezahlen müsse.

Dönges rechnet noch in diesem Jahr mit einer Baugenehmigung, Baubeginn wäre dann im zweiten Halbjahr 2013. „Wir kommen auf jeden Fall voll in die Saison rein und werden uns wohl mit Containern behelfen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Danach würde man aber den eigenen Mannschaften und den Gästen ein Gebäude zur Verfügung stellen, dass auf dem neuesten Stand der Technik ist, zum Beispiel mit Erdwärme und mit Solarenergie beheizt wird.

Aber diese Investition werde den Verein sicherlich mindestens 10 Jahre belasten, meint Dönges, der schon während der Jahreshauptversammlung bestritt, dass sich „hier jemand ein Denkmal setzen“ wolle.

In seinem Jahresbericht hob Dönges den siebten Tabellenplatz der ersten Seniorenmannschaft in der Gruppenliga hervor, eine hervorragende Leistung für einen Aufsteiger. Der Vorsitzende bedauerte, dass nach nur einjähriger Zugehörigkeit in der A-Liga die zweite Seniorenmannschaft wieder in die B-Liga abgestiegen sei. Mit den etwa 100 Schülern und Jugendlichen seien dagegen gute Platzierungen in den Kreisligen erreicht worden. Dönges kündigte an, dass die Erneuerung der Platzumrandung an der Lahnseite noch vor Saisonbeginn durchgeführt werden soll und in diesem Zusammenhang zwei neue Auswechselkabinen installiert werden.

Der Spielausschussvorsitzende Hubert Freund berichtete, dass fünf Spieler den FSV verlassen und sieben neue ihre Zusage gegeben hätten. Mit weiteren werde verhandelt.

von Klaus Peter und Gianfranco Fain

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