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300 Liter Geburtstagssuppe

FFW Buchenau 300 Liter Geburtstagssuppe

Mit Ehrungen und Erbsensuppe beging die Freiwillige Feuerwehr Buchenau den 60. Jahrestag ihrer Wiedergründung.

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Auszeichnungen für langjährige Treue (von links): Wehrführer Dirk Immel ehrte die Wiedergründungsmitglieder der Feuerwehr Walter Dönges, Karl Müller, Horst Dönges, Manfred Damm und Gerd Zölzer.

Quelle: Sascha Valentin

Buchenau. Noch bevor die Ausgabe der deftigen Mahlzeit um 12 Uhr begann, bildete sich auf dem Hof vor dem Gerätehaus eine Schlange: Ausgerüstet mit teils mehreren Kochtöpfen reihten sich die Buchenauer dort auf und warteten darauf, dass die dickflüssige Suppe aus der Feldküche in die großen Kanister und von dort in die mitgebrachten Gefäße gefüllt wurde. Mehr als 300 Liter hatten die Brandschützer zubereitet und boten diese am Gerätehaus an.

Wer keinen Topf mitbrachte,­ ging jedoch nicht leer aus. Die Feuerwehrleute hatten ihre Fahrzeughalle geräumt und boten dort reichlich Sitzplätze, auf denen die Erbsensuppe gleich vor Ort gegessen und dabei noch ein wenig mit den Wehrleuten gefeiert werden konnte. Denn die begingen mit dem Tag der offenen Tür zugleich den 60. Jahrestag der Wiedergründung der Abteilung im Jahr 1957.

Auszeichnung für 
Gründungsmitglieder

Wehrführer Dirk Immel nutzte dies, um die Historie der Feuerwehr aufzurollen, wobei er zeitlich bis ins alte Rom und das Mittelalter zurückging, um zu zeigen, dass der Brandschutz in der Geschichte der Menschheit stets eine wichtige Rolle spielte. „Der Einzelne ist kaum in der Lage, sich gegen Feuer und Wasser zu wehren“, betonte er. Dies gelinge nur in einem starken Zusammenschluss, wie die Feuerwehr einer sei. Daher sei sie auch ein Beispiel für menschlichen Gemeinschaftssinn.

Die erste freiwillige Feuerwehr in Buchenau wurde 1924 gegründet, berichtete Immel. Sie löste damals die bestehende Pflichtfeuerwehr ab. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde­ die Wehr dann aufgelöst, bevor sie 1957 wieder an den Start ging. Denen, die damals diese Wiedergründung vorangetrieben und umgesetzt haben, sprach Immel einen besonderen Dank aus. Neun dieser Personen leben noch heute: Walter Dönges, Karl Müller, Horst Dönges, Manfred Damm, Gerd Zölzer, Horst Grebe, Heinz Groß, Hans Koch und Karl Wege. Ihnen überreichten der Wehrführer und sein Stellvertreter Heiko Dersch eine Ehrenurkunde­ sowie ein kleines Präsent in ­Anerkennung ihrer Leistungen und der 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr.

Beim Tag der offenen Tür war auch für die musikalische Unterhaltung gesorgt: DJ Wolfgang Becker und die Kapelle „Spaßgebläse“ heizten den Feiernden im Gerätehaus ein und machten für einige die Nacht zum Tag.

von Sascha Valentin

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