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Experimente unter realen Bedingungen

Lahntalschule Experimente unter realen Bedingungen

„Wissenschaft zum Anfassen“ stand bei den Schülern der Biologie-Leistungskurse der Lahntalschule Biedenkopf auf dem Stundenplan.

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Die Schülerinnen Ronja Leitner (links) und Marie-Lisa Puplat aus dem Bio-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 führen ein Testverfahren zur Feststellung von Viren durch und sind gespannt auf das Ergebnis.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Biedenkopf. Während seiner Hessentour machte ein Labor-Truck an der Lahntalschule in Biedenkopf Station. Hintergrund des von der IHK Hessen und dem hessischen Landesverband der Chemischen Industrie (VCI) unterstützten Projekts ist die seit Herbst 2008 laufende Initiative „BIOTechnikum. Leben erforschen – Zukunft gestalten“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

In dem zweistöckigen Fahrzeug experimentierten die Schüler in Sachen Biotechnologie und informierten sich über Berufsperspektiven in der Branche. Sie widmeten sich zum Teil anspruchsvollen Aufgaben, so etwa dem sogenannten „ELISA“-Verfahren, das zum Nachweis von HIV-Viren angewandt wird. Die Schüler führten das Verfahren modellhaft durch, indem sie mit nichtinfektiösen Viren, die es festzustellen galt, arbeiteten.

Auch der genetische Fingerabdruck war Thema. Die Aufgabe der Schüler bestand darin, ein fiktives Verbrechen durch die Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks aufzuklären. Wie beim „ELISA“-Verfahren kam auch dabei der Bezug zur Praxis deutlich hervor.

„Unser Anliegen ist es, über Biotechnologie zu informieren und klarzumachen, wo diese den Alltag tangiert“, erklärte eine Mitarbeiterin der Initiative. Dies gelte insbesondere im Hinblick auf den bereits spürbaren Fachkräftemangel. Ihr Fazit: „Es läuft sehr gut.“

Positiv fielen die Reaktionen auch seitens des Kollegiums aus: „Das Thema passt jetzt sehr gut, da Genetik in der 12 sowieso dran ist“, sagte Gymnasiallehrerin Renate Kern, die einen der Biologie-Leistungskurse an der Lahntalschule leitet. Besonders freue sie sich darüber, dass den Schülern in dem rollenden Labor einmal Arbeitsbedingungen geboten werden, die sie im Unterricht nicht vorfinden, wie etwa die Arbeitsausstattung.
Begeisterung gab es auch bei den Schülern: „Mir macht die praktische Arbeit ziemlichen Spaß. Sie ist auf jeden Fall besser als der theoretische Unterricht“, betonte Ronja Leitner. Ihr Kurskamerad David Aßmann sah das Programm als Gelegenheit an, „meine Talente zur Geltung zu bringen“.

Neben den Schülern hatten auch Interessierte die Möglichkeit, sich im „BIOTechnikum“-Truck umzuschauen und zu informieren. Neben den Lahntalschülern nutzten auch Schüler der Stiftsschule Amöneburg das Angebot in Biedenkopf. Nächste Station des Trucks ist Limburg.

von Björn-Uwe Klein

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