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Hinterland Ex-Geschäftsführer wegen Insolvenzverschleppung angeklagt
Landkreis Hinterland Ex-Geschäftsführer wegen Insolvenzverschleppung angeklagt
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14:42 03.04.2012
Marburg

Obwohl das mittelhessische Unternehmen nach Darstellung der Anklage bereits zahlungsunfähig war, soll der 40-Jährige 2010 mit rund 260 000 Euro aus dem Firmenvermögen private Rechnungen bezahlt haben, zum Beispiel für Luxus-Autos oder die Miete für eine Villa in Marburg. Erst Ende 2010 beantragte er Insolvenz, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag berichtete. Im Insolvenzverfahren haben mehr als 100 Gläubiger Forderungen von zusammen mehr als 2,6 Millionen Euro angemeldet. Dem Mann werden zudem weitere Straftaten wie Untreue vorgeworfen.

Mit dem Geld soll der Angeklagte unter anderem mehrere Autos exklusiver Marken wie Porsche oder Ferrari sowie monatliche Mietzahlungen in Höhe von 4300 Euro für die Villa in Marburg getätigt haben.

Außerdem legt die Staatsanwaltschaft dem Mann zur Last, für insgesamt 46 Arbeitnehmer keine Arbeitnehmeranteile an die zustänidgen Krankenkassen abgeführt zu haben. So seien den Kassen Arbeitnehmeranteile in Höhe von mehr als 54.000 Euro vorenthalten worden.

Gegenüber dem Finanzamt Marburg soll der Angeschuldigte schließlich im Oktober 2011 eine falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben haben, indem er mehrere hochwertige Fahrzeuge - unter anderem Oldtimer der Marke Maserati und Porsche - in einem Gesamtwert von insgesamt 359.000 Euro nicht in seinem Vermögensverzeichnis angegeben habe.

dpa

Der Beitrag wurde aktualisiert.