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Es tröpfelt aus dem Steuerhahn

Gemeinde Dautphetal Es tröpfelt aus dem Steuerhahn

Das Fehlen von Steuereinnahmen um bereinigte 1,3 Millionen Euro zwingt die Gemeinde Dautphetal, ihre Kassenkredite auszuschöpfen und wahrscheinlich auch demnächst das Volumen zu vergrößern.

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In Buchenau könnte im ehemaligen Breidhof-Gebäude ein Lebensmittelmarkt entstehen. Ein Projektplaner prüft, ob eine Barrierefreiheit hergestellt werden kann.

Quelle: Carolin Acker

Dautphe. Wenn Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) die schlechte Nachricht nicht erst unter dem letzten Tagesordnungspunkt der Gemeindevertretersitzung „Bekanntgabe des Gemeindevorstandes“ verkündet hätte, so wären einige Diskussionen am Montagabend ob der Machbarkeit von Projekten sicherlich kürzer ausgefallen.

So aber überraschte der Kämmerer die Gemeindevertreter mit den negativen Zahlen.

Die in der Haushaltsplanung erwarteten Einnahmen lassen in diesem Jahr auf sich warten. Entgegen den Schätzungen ist nach derzeitigem Stand beim Einkommensteueranteil ein Minus von 482.000 Euro und bei der Gewerbesteuer ein Minus von rund einer Million Euro zu erwarten. Verringert um die Minderzahlung an Gewerbesteuerumlage bleibt somit ein Minus von 1,3 Millionen Euro.

Das bezeichnete Schmidt als „wenig erfreulich“. Erschwerend kommt hinzu, dass die Gemeinde, um den Haushalt 2011 ausgeglichen zu gestalten, ihre gesamten Barreserven aufgelöst hat. Zudem werden für die Errichtung der Linksabbiegespur an der Hommertshäuser Straße (L 3042) und der Gestaltung des Verkehrskreisels am Gewerbegebiet Pützwiese überplanmäßig 265.000 Euro investiert.

Somit kann die Gemeinde ihre laufenden Aufwendungen zurzeit nur über Kassenkredite finanzieren. Der Kreditrahmen in Höhe von einer Million Euro dürfte zwar bis zum Jahresende ausreichend sein, trotzdem soll dieser mit dem Nachtragshaushalt erhöht werden, um eventuellen Engpässen und damit verbundenen Verzugszinsen von bis zu 14 Prozent zu vermeiden.

In einer weiteren Mitteilung erwähnte der Bürgermeister, dass die Gemeinde aus dem Schlaglochprogramm rund 189.000 Euro als Zuschuss zur Sanierung der Gemeindestraßen erhält. Da der Bedarf größer ist, muss die Gemeinde noch 38.000 Euro zuschießen.

von Gianfranco Fain

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