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Hinterland Es geht los: Bagger hebt Erde aus
Landkreis Hinterland Es geht los: Bagger hebt Erde aus
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18:25 23.03.2015
An der Marburger Straße hob gestern ein Bagger die Erde für den Neubau der Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes aus. Der bisherige Standort in der Bahnhofstraße soll vermutlich nach dem Umzug verkauft werden. Quelle: Silke Pfeifer-Sternke
Gladenbach

Ein gutes Omen für ein Projekt, das jahrelang auf der Wunschliste stand: Bei strahlendem Sonnenschein begann der Erdaushub für die neue Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes. Die Markierungen waren gesteckt und es wurde vermessen, auf welches Niveau die Erde ausgehoben werden muss. Eine große Baggerschaufel ließ den Erdhügel nach und nach schmelzen. Zwei Lastwagen standen bereit, um die überflüssige Erde abzutransportieren.

Der Standort hat viele Vorteile: Er liegt verkehrsgünstig, zum Teil kann bei einem Einsatz das Passieren der Stadt vermieden werden und die Fahrzeughalle ist beim Neubau direkt an die Wache angegliedert. Das neue Konzept ermöglicht viel schnellere Ausrückzeiten. Derzeit befinden sich Rettungsdienst und DRK in der Bahnhofstraße. Dort müssen die Rettungskräfte nach einer Alarmierung zunächst über den Hof zur Garage. Die Ausfahrt ist nur über einen Hinterhof möglich. Ob die Ausrückfrist von 60 Sekunden realisiert wird, ist unter diesen Voraussetzungen eher fraglich. Nach dem Umzug in den Neubau wird sich der DRK-Kreisverband sicher von dem Gebäude trennen, das eine markante Fassade hat und an eine in die Jahre gekommene herrschaftliche Villa erinnert.

Angrenzend an den Gladenbacher Friedhof soll ein eingeschossiges Gebäude entstehen, in dem der Fuhrpark des Rettungsdienstes Platz findet soll. Für das Einsatzpersonal sind Räume vorgesehen, die den heutigen Standards entsprechen - ein Plus gegenüber der Bahnhofsstraße. Weiter nordöstlich auf dem Grundstück soll ein Gebäude gebaut werden, in dem der Katastrophenschutz untergebracht sein wird. Es dient als Stützpunkt für Einsätze der Gefahrenabwehr des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Dieses Gebäude verfügt über Übungs- und ­Seminarräume.

Bereits 2013 begannen die Planungen zum Neubau. Zwischenzeitlich kam es zu Verzögerungen, weil bei der Anbindung zurB255 die Verkehrssicherheit nicht gegeben war. Bemängelt wurde eine fehlende Abbiegespur, was allerdings im April 2014 von Hessen Mobil als nicht mehr erforderlich angesehen wurde. Stattdessen einigte man sich auf die Verbreiterung der Fahrbahn. Im selben Jahr sollte auch mit dem Bau der Rettungswache begonnen werden. Monate später ist der Bagger am Bauplatz das sichere Zeichen dafür, dass es losgeht.

von Silke Pfeifer-Sternke

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