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"Es geht auch Krüger"

Kirschenmarkt "Es geht auch Krüger"

In einem Kopf an Kopf Rennen setzte sich die Mornshäuserin Julia Krüger gegen die Weidenhäuserin Melanie Czakainski durch.

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Der spannendste Moment: Julia Francisca Krüger erwartet das Ergebnis ihres Drehs am Glücksrad. Am Ende hatte sie das glücklichere Händchen und wurde Kirschenkönigin 2012.Fotos: Michael Hoffsteter

Quelle: Michael Hoffsteter

Gladenbach. Zum ersten Mal nach 13 Jahren gab es wieder ein Stechen im Wettstreit um die Krone der Kirschenkönigin. Nur ein Punkt Unterschied machte die 19-jährige Julia Krüger zur Kirschenkönigin 2012. Die Spannung in den letzten Minuten vor dem Ergebnis war in dem mit rund 1000 Besuchern gefüllten Festzelt elektrisierend. Die Kandidatinnen mussten sich beim Gleichstand von 194 Punkten weitere Punkte selbst am Glücksrad erdrehen.

Nach dem ersten Versuch: wieder Gleichstand. Beim zweiten blieb das Glücksrad für Julia auf der 4 stehen, bei Melanie sah es zunächst so aus, als ob es doch noch die 4 erreichen würde, pendelte sich aber auf der 3 ein - sehr zur Enttäuschung der zahlreichen Fans, die die 18-Jährige nach Leibeskräften unterstützten. Schließlich ist die Lautstärke der Fans ausschlaggebend für den Ausschlag das Phonometers.

Für Julia I. ist der Erfolg etwas ganz Besonderes. Für sie geht ein lang gehegter Kindheitstraum in Erfüllung. Ihre Mutter Elvyra Krüger war 1978 die Repräsentantin der Hinterland-Kommune. Die Tochter hatte sich deshalb viel vorgenommen. Sie wollte in die Fußstapfen der damaligen Kirschenkönigin treten.

Schon in ihren Kindheitstagen war es für sie das Größte, bei der Wahl der Kirschenkönigin dabei zu sein. Nun wird sie für ein Jahr das Vergnügen haben, die Stadt zu repräsentieren. Für sie ist es eine ehrenvolle Aufgabe und sie fühlt sich der Stadt Gladenbach verpflichtet.

Mit dem Umhängen der Schärpe und dem Aufsetzen der Krone wich auch langsam die Anspannung in Julias Gesichtszügen. Sie wirkte nach eineinhalb Stunden Wettstreit endlich ein bisschen entspannter.

Beim Schreiten über den Laufsteg merkte man ihr förmlich an, dass es für sie ein schwerer Gang war: Ein verhaltenes Lächeln und ein statisches Winken machten deutlich, wie wichtig ihr diese Wahl war. Sie wollte nur keinen Fehler machen. Bei der Auswahl ihres Outfits hat sie alles richtig gemacht: das blaue Cocktailkleid und die silbernen Stöckelschuhe unterstrichen ihren Typ.

Ihre größte Konkurrentin um das Amt, Melanie Czakainski, war zugleich zehn Zentimeter größer. Sie trug ebenfalls ein kleidsames blaues Kleid. Obwohl beide ihre Fans ähnlich gut im Griff hatten, glichen sich die jungen Frauen in keinster Weise. Bei Melanie war von Aufregung kaum etwas zu spüren. Sie lächelte gelassen, freute sich über ihre Fans und schüttelte Julia I. nach ihrer Krönung anerkennend die Hand. Von einer gewissen Grundspannung zwischen beiden war nichts zu merken.

von Silke Pfeifer-Sternke und Gianfranco Fain

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