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Erste Berufserfahrungen sind positiv

Biedenkopf Erste Berufserfahrungen sind positiv

Knapp 80 Schüler aus den Klassen 9a und b (Realschulzweig) und H8 (Hauptschulzweig) der Stadtschule Biedenkopf berichteten jetzt über ihre Erfahrungen während ihrer Praktika.

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Volkan Bal (links) und Dennis Gruber präsentieren ein Mühle- und zwei Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spiele, die sie während ihres Praktikums gefertigt haben.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Biedenkopf. Sie haben gebohrt, gefräst und gefeilt. Sie haben Einblicke in das Gesundheitswesen, die Geldwirtschaft und die Arbeit des Amtsgerichts erhalten, sie haben sich mit Kindern und mit Kunden beschäftigt. Die Liste an Berufsfeldern, in die Schüler der Stadtschule Biedenkopf hineingeschnuppert haben, ist lang. An vier Stationen informierten die Jugendlichen jetzt über ihre Praktikumsstellen und ihre Tätigkeiten, sprachen über ihre persönlichen Eindrücke, gaben Tipps und beantworteten Fragen.

Das Präsentations- und Informationsangebot richtete sich an die Schüler, die im nächsten Schuljahr mit einem Praktikum an der Reihe sind. „Diese Schüler haben jetzt die Möglichkeit, jeweils ein Berufsfeld zu erkunden“, erklärte Lehrerin Gudrun Donath, die im Fach Arbeitslehre unterrichtet. Donath und ihre Kollegen Wolfgang Volpert und Irene Greenville-Barker waren die Ansprechpartner der Praktikanten, denen sie Beratung und Hilfe gaben.

Die Neuntklässler machten zwei Praktika über jeweils zwei Wochen: eins im November, eins im Februar. Davon wählten sie nun eins zur Präsentation aus. Anders gestaltete sich der Ablauf bei den Achtklässlern des Hauptschulzweigs: Sie absolvierten ein Praktikum von drei Wochen und nehmen darüber hinaus auch an einem Berufsorientierungsprojekt in Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen Biedenkopf teil.

Die Stationen, an denen sich die Schüler informieren lassen konnten, waren unterteilt in die Berufssparten Industrie, Handwerk und PPT-Industrie sowie die zwei Dienstleistungsbereiche Medizinisch-Soziales sowie Kaufmännisches und Verwaltung.

Vielen Schülern war eine deutliche Begeisterung für ihre Tätigkeiten im Praktikum anzumerken. So etwa dem 15-jährige Maximilian Spies, der ein Praktikum am Amtsgericht Biedenkopf absolvierte und realistische Eindrücke vom Arbeitsalltag im Justizwesen bekam. „Ich konnte bei Verhandlungen dabei sein, sowohl bei familiären Angelegenheiten als auch bei Strafsachen“, berichtete er. Er könne sich auch vorstellen, einmal als Justizfachangestellter zu arbeiten.

Alexander Woditschka, ebenfalls 15, schnupperte bei der Sparkasse in Wallau Beratungsluft. Dabei stellte er fest: „Die Arbeit mit Kunden war interessant für mich.“ Das Finanzwesen reize ihn, betonte er.

Zielstrebig äußerte sich auch der 14-jährige Dennis Gruber. „Mein Ziel ist es, im Modellbau zu arbeiten“, erklärte er. Er lernte diesen Bereich im Wallauer Modellbauunternehmen Meissner kennen und hat während seines Praktikums unter anderem ein Mensch-ärgere-dich-nicht- und ein Mühlespiel aus Metall gefertigt. „Meine Arbeitszeiten waren die gleichen wie die der Mitarbeiter“, schilderte er seine Erlebnisse. Daran habe er sich zwar zunächst gewöhnen müssen, „aber das war gut so.“

Leonard Blöcher hingegen ist sich nach seinem Praktikum noch nicht sicher, welcher Beruf für ihn in Frage kommt. Zwei Wochen lang sammelte er Einblicke bei einer Krankenkasse. Zwar ist er mit dem Verlauf seines Praktikums zufrieden – aber er habe gemerkt, dass eine Bürotätigkeit zumindest auf Dauer nicht sein Ding sei, sagte er.

Lehrerin Gudrun Donath zog ein positives Fazit der Veranstaltung. Bemerkenswerte Leistungen hätten die Schüler auch beim Erstellen ihrer Praktikumsberichte gezeigt, die eine hohe Qualität aufwiesen. „Es sind viele sehr gute Praktikumsmappen dabei“, erläuterte die Lehrerin nicht ohne Stolz.

von Björn-Uwe Klein

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