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Hinterland Erst gerettet, jetzt frei: Der Uhu fliegt
Landkreis Hinterland Erst gerettet, jetzt frei: Der Uhu fliegt
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20:22 05.02.2012
Falkner Kai Uwe Hengstermann (von links) und die Jäger Axel Herzberger sowie Dieter Koch entließen den geretteten Uhu, der erst nicht aus seiner Transportbox raus wollte, in die Freiheit. Quelle: Ingrid Lang

Erdhausen. In den frühen Morgenstunden des 15. Januar saß Dieter Koch auf einem Hochsitz im Jagdrevier Erdhausen, um eigentlich einen Fuchs zu erlegen. Während Koch dem Wild ­auflauerte, vernahm er immer wieder aus Richtung der ­Fichten Flügelschläge. Koch entdeckte einen Uhu, der kopfüber in einer Astgabel hing. Der Jäger informierte die Feuerwehrleitstelle sowie die Feuerwehr Erdhausen. Diese rückte mit drei Aktiven an, um den Uhu aus seiner misslichen Lage zu befreien (die OP berichtete).

Nach der ­Befreiungsaktion wurde der völlig entkräftete Uhu in eine ­Hundetransportbox, die Kochs Ehefrau Brigitte zu der Fundstelle gebracht hatte, gesetzt. Den Uhu nahm er mit nach Holzhausen, wo er ihn ­anschließend – nach einigen ­Telefonaten – an ­Nabu-Vogelwart Erich Sänger aus Lixfeld ­übergab. ­Sänger transportierte den Uhu zum Vogelpark Uckersdorf und übergab ihn an den dortigen Leiter Wolfgang Rades.

Dort wurde der Vogel gepflegt und in einer Voliere untergebracht. Da diese Voliere aber nicht groß genug war, setzte sich der Leiter Rades mit dem Wildtierpark in Bad Marienberg in Verbindung. Falkner Kai Uwe Hengstermann ­transportierte den verletzten Uhu daraufhin nach Bad Marienberg in eine größere Voliere.

Gefüttert wurde der Uhu während dieser Zeit mit Eintagsküken. Nachdem Hengstermann mit Koch gesprochen hatte fuhr er am Samstag aus dem Westerwald nach Erdhausen, um den Uhu in seiner ­gewohnten Umgebung in der Nähe des ­Hochsitzes wieder freizulassen.

Hengstermann betreibt in dem Wildtierpark in Bad ­Marienberg eine eigene Falknerei. Von April bis Oktober finden jeweils ­samstags und sonntags sowie an Feiertagen immer um 15 Uhr Flugvorführungen mit Bussard und Falke statt.

von Ingrid Lang

Mehr lesen Sie am Montag in der Printausgabe der OP.