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Erfolg ist eine Frage der Einstellung

50 Jahre AFK Marburg Erfolg ist eine Frage der Einstellung

Mitteilen ist nicht gleich kommunizieren - diese Botschaft von Kabarettist Johannes Warth alias Hans Re.Prise gilt auch für den AFK Marburg. Dieser wurde während seiner Jubiläumsveranstaltung für seine kommunikative Arbeit vielfach gelobt.

Marburg. Großes Kino im großen Kino - Zum 50-jährigen Bestehen hatte sich der Marburger Arbeitskreis für Kommunal- und Wirtschaftsfragen (AFK) ein besonderes Programm einfallen lassen. „Heute wollen wir uns mal nicht mit der Politik und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Region beschäftigen“, erklärt der Vorsitzende Thomas Janssen denn auch in seiner Begrüßung. Stattdessen tritt nach den Grußworten der Kabarettist Johannes Warth alias Hans Re.Prise aus Oberschwaben vor die Gäste.

„Erfolg ist die Folge von Säen und Ernten“, beginnt Warth sein Programm und ergänzt: „Erfolg ist aber auch eine Frage der Einstellung.“ Und die sei wirklich essentiell. Anschaulich zeigt er zum großen Vergnügen der 120 Zuschauer, was er damit meint: „Das, was Sie morgens im Spiegel erleben, das erleben andere den ganzen Tag“, sagt er - und seine Mimik und Gestik dabei könnten nicht deutlicher sein. Am besten sei es das Badezimmer mit der Einstellung zu verlassen: Das beste, was den Menschen heute passieren kann, bin ich! „Wenn das bei Ihnen nicht so ist, bleiben Sie bitte drin“, betont er, denn: „Regionen sterben aus, wenn die Stimmung schlecht ist.“

Und dann redet er von Visionen und Visionären, von Authentizität und Fälschung, vom Kommunizieren und Mitteilen. „Wie haben eigentlich unsere Vorfahren kommuniziert, so ganz ohne Twitter, Facebook, E-Mail und Co?“, fragt er, während er ein Schwert auspackt. Die Antwort gibt er selbst: „Es heißt nicht umsonst, dass wir hieb- und stichfeste Argumente haben.“ Und so geht es auch weiter.

Zum Abschluss folgt schließlich der Rat, immer echt, immer authentisch, immer aufrichtig zu bleiben: „Das ist der Garant für die Zukunft.“ Und für den Erfolg - der AFK sei ein gutes Beispiel dafür, auch wenn der vollständig ausgesprochene Name ziemlich nichtssagend sei: Aufrichtig frohlockende Könner klinge viel besser.

Lob gibt es für den seit 50 Jahren in Marburg und dem Landkreis aktiven Arbeitskreis schon vor dem Auftritt Warths: Marburgs Oberbürgermeister Egon Vaupel dankt „für lange Jahre der kritischen und konstruktiven Begleitung der Stadt- und Kreispolitik“. Der AFK habe es immer verstanden, den Finger in die schmerzende Wunde zu legen, hartnäckig am Ball zu bleiben und konstruktiv zu einer Einigung beizutragen.

Landrat Robert Fischbach stellt ein ähnliches Zeugnis aus: „Wir haben uns in den vergangenen Jahren gute Standortfaktoren erarbeitet. Der AFK hat daran auch seinen Anteil“, sagt er. Nun sei viel zu tun, um dies künftig aufrechtzuerhalten, er setze auch dabei wieder auf das Mitwirken des Geburtstagskindes.

Der AFK und Marburg seien Vorbilder für die gesamte Region Mittelhessen, betont Regierungspräsident Dr. Lars Witteck: „Denn hier wird ein ständiger Dialog miteinander geführt. Damit haben wir zwischen den Kommunen in Mittelhessen noch so unsere Probleme.“

von Katharina Kaufmann

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