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Eon dreht die Preisschraube jetzt doch

Strom Eon dreht die Preisschraube jetzt doch

Noch im Februar hatte die Eon Mitte Vertrieb GmbH gegenüber der OP mitgeteilt, dass außer beim Tarif „KonstantStrom“ keine Anpassungen bei den Strompreisen geplant seien. Das hat sich jetzt geändert.

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Die Eon Mitte Vertrieb GmbH erhöht – wie gut zwei Dutzend andere Stromanbieter deutschlandweit im Mai beziehungsweise im Juni – ihre Preise für Strom.

Quelle: dpa

Marburg. Zum 1. Juni steigen die Strompreise bei der Eon Mitte Vertrieb GmbH um rund sechs Prozent an. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem durchschnittlichem Verbrauch in der Grundversorgung von rund 3.000 Kilowattstunden im Jahr (Eintarif) bedeutet das monatliche Mehrkosten von etwa vier Euro brutto.

Das teilte Eon Mitte Vertrieb am Mittwoch gegenüber der OP mit. Der Arbeitspreis pro Kilowattstunde betrage derzeit in der Grundversorgung noch 23,35 Cent, ab Juni dann 24,98 Cent pro Kilowattstunde, der Grundpreis bleibe mit 85,39 Euro im Jahr stabil. Neben der Grundversorgung erhöhen sich auch die Preise in einigen Sondertarifen des Stromanbieters.

Als Grund für die nun doch erfolgte Preiserhöhung - im Februar hatte Eon Mitte Vertrieb erklärt, außer im Tarif „KonstantStrom“ seien keine weiteren Anpassungen geplant - nannte Pressesprecher René Schneider unter anderem die Umlage auf Grundlage des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG). „Der Anteil an umweltfreundlich erzeugtem Strom nimmt stetig zu. So sind beispielsweise die Netzentgelte als Umlage für technische Investitionen gestiegen und werden sich nach Überzeugung der Bundesnetzagentur weiter erhöhen.

Weitere Faktoren wie die seit Januar geltende Sonderkundenumlage sowie der Anstieg der EEG-Umlage befördern den Preisanstieg“, erklärte Schneider. Eon Mitte Vertrieb habe die Preise bis zum 1. Juni konstant gehalten. Danach könne sich das Unternehmen der Marktentwicklung aber nicht mehr entziehen.

Bereits die Hälfte der 850 deutschen Grundversorger hat in diesem Jahr die Preise angehoben. Neben Eon erhöhen nach Angaben des Verbraucherportals Check24 weitere zwei Dutzend Gesellschaften im Mai beziehungsweise im Juni die Preise um 3,5 bis 4 Prozent.

von Katharina Kaufmann

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