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Hinterland Entscheidung vertagt, Vergleich erzielt
Landkreis Hinterland Entscheidung vertagt, Vergleich erzielt
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21:06 25.11.2011
Bis zum 30. September liefen in Marburg noch H-Milch-Tüten der Schwälbchen AG vom Band. Seitdem ist die Produktion stillgelegt. Die Mitarbeiter erhielten alle Änderungskündigungen und sollen an den Stammsitz des Unternehmens nach Bad Schwalbach wechseln. Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Bänder am Marburger Standort der Schwälbchen AG stehen seit Ende September still, die 18 Mitarbeitern sind seitdem mit Abwicklungs- und Demontagearbeiten beschäftigt. Zudem erhielten sie Änderungskündigungen und sollen an den Hauptsitz der Molkerei nach Bad Schwalbach wechseln. Dagegen klagten sie gestern geschlossen vor dem Marburger Arbeitsgericht und kündigten mit den Klagen auch Forderungen eines Nachteilsausgleichs in Höhe zwischen 10.000 und 79.000 Euro an, falls eine gütliche Einigung scheitern sollte.

Die gütliche Einigung während der Verhandlung scheiterte dann auch tatsächlich, ein Kammertermin wurde für den 2. März 2012 anberaumt – in der Hoffnung, dass bis dahin die Einigungsstelle zur Aushandlung eines Sozialplans zu einem Ergebnis gekommen ist.

„Emotionen bringen uns hier nicht weiter“, mahnte Arbeitsgerichtsdirektor Hans Gottlob Rühle bereits zu Beginn der Güteverhandlung. Schließlich gehe es um Arbeitsverhältnisse und die Argumente der Klägerseite zeugten von einer gewissen Hilflosigkeit.

Die 18 Mitarbeiter des Marburger Molkereistandortes hatten ihre Änderungskündigungen zwar angenommen, aber nur vorbehaltlich einer gerichtlichen Prüfung. „Das heißt, das Arbeitsgericht muss prüfen, ob die Änderungskündigungen wirksam sind.

Am 8. Dezember soll nun die nach mehreren Verhandlungen vor dem Arbeitsgericht Marburg und dem Landesarbeitsgericht Frankfurt zustande gekommene Einigungsstelle zur Sozialplan-Aushandlung tagen. Wird dort eine Einigung erzielt, könnten die Mitarbeiter, die nicht nach Bad Schwalbach wechseln wollen, möglicherweise unter Zahlung einer Abfindung aus dem Betrieb ausscheiden.

von Katharina Kaufmann

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