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Energie-Sparkurs im Supermarkt

Energie sparen Energie-Sparkurs im Supermarkt

Kühlen, beleuchten, heizen – Supermärkte stoßen jede Menge CO2 aus. Wie viel genau, das hat Bruno Naumann, Inhaber einiger Rewe-Märkte untersuchen lassen. In Zukunft will der Geschäftsmann CO2 sparen – und das auf ungewöhnlichem Wege.

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Geschlossene Truhen für eine positive CO2 Bilanz: Maraike Malitz und Umweltingenieur Dr. Uwe Koop (mitte) haben die Treibhausgas-Studie für Bruno Naumann erstellt.

Quelle: Marie Lisa Schulz

Marburg. Sein Auto fährt mit Hybridantrieb, in seinem Privathaushalt brennen Energiesparlampen. Bruno Naumann, Rewe-Markt-Inhaber, würde sich selbst niemals als „Öko“, wohl aber als „umweltbewussten Überzeugungstäter“ bezeichnen. Und weil er ein durch und durch konsequenter Mensch ist, geht Naumann mit gutem Beispiel voran – auch beruflich. Er hat für seine vier Rewe-Märkte in Cölbe, Dreihausen, Hachborn und Kirchhain, sowie für drei angrenzende Getränkemärkte eine Treibhausgasbilanz erstellen lassen. Das Ergebnis dieser Studie hat Naumann selbst am meisten überrascht.

„Ich war erst einmal geschockt. Die Tatsache, dass Strom allein 60 Prozent der Emissionswerte ausmacht, hätte ich nicht gedacht“, erklärt Naumann. Und das, obwohl er zu 100 Prozent Ökostrom bezieht. Aber der hohe Verbrauch lässt sich schlichtweg nicht beschönigen.

Die Kühlung, die 24 Stunden am Tag läuft, die Dauerbeleuchtung, die die Produkte in das rechte Licht rückt – sie lassen den Stromverbrauch in die Höhe schnellen. Hier zu sparen fällt schwer. „Keiner will durch einen dunklen Supermarkt marschieren“, scherzt auch Umweltingenieur Dr. Uwe Koop. „Und in einem Frischemarkt wird nun einmal gekühlt.“ Er hatte den ungewöhnlichen Auftrag entgegen genommen und gemeinsam mit Maraike Malitz, Studentin der Umwelt-, Hygiene und Sicherheitstechnik, an der Erstellung der CO2-Bilanz gearbeitet.

Naumann will ein Umdenken in seiner Belegschaft bewirken – und er bietet Anreize. Bei Bedarf, so der umweltbewusste Geschäftsmann, werden Fahrräder gestellt. Wer den Weg zur Arbeit weniger sportlich zurücklegen will, dem bietet Naumann einen Fahrkarten-Zuschuss an. Zudem will er für alle Mitarbeiter ein Sprit-Spar-Training organisieren. Die Teilnahme ist Pflicht, der Nutzen, da ist sich der Pionier sicher, kommt nicht nur der Umwelt zugute.

von Marie Lisa Schulz

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