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Elkamet plant nicht mehr mit „Krummacker“

Gewerbegebiet in Wallau Elkamet plant nicht mehr mit „Krummacker“

Die Firma Elkamet Kunststofftechnik GmbH mit Sitz in Biedenkopf hat gestern angekündigt, an Flächen im Gewerbe­gebiet „Krummacker“ in Wallau nicht mehr ­interessiert zu sein.

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Das Biedenkopfer Unternehmen Elkamet hat nach eigenen Angaben kein Interesse mehr am  Gewerbegebiet „Krummacker“ in Wallau.

Quelle: Archivfoto: Achenbach

Biedenkopf. Eigentlich wollte das Unternehmen rund zwei Drittel des Gewerbegebiets kaufen – also 42.000 der 65.000 Quadratmeter. Damit einher ging auch eine mögliche Änderung des Bebauungsplans. Allerdings gingen 32 Stellungnahmen zu den Änderungen ein. Vor allem befürchteten Anwohner, nachts keine Ruhe zu haben – denn für Elkamet sei Nachtarbeit, die nur auf einem Teil des Geländes vorgesehen war, unerlässlich. Die Einwände führten dazu, dass das „vereinfachte Verfahren“ zur Änderung des Bebauungsplans nicht angewendet werden konnte, sondern das Regelverfahren. Und die Biedenkopfer Stadtverordneten werden erst im März über die Änderungen entscheiden.

Das dauert Elkamet aber offenbar zu lange. Denn: Das Unternehmen mit rund 900 Mitarbeitern in Biedenkopf und Dautphetal hatte im November 2016 sein Interesse an einem Kauf von Flächen am „Krummacker“ signalisiert – unter der Maßgabe, bis Anfang 2019 die Produktion dort aufnehmen zu können, heißt es in der Pressemitteilung. „Aufgrund der baurechtlichen Situation und den zeitlichen Erfordernissen können wir unser Interesse am Flächenerwerb auf dem Krummacker leider nicht weiter verfolgen“, teilten die Geschäftsführer Eberhard Flammer und Michael Parsch gestern mit, man habe Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig sowie die Beschäftigten informiert.

Unternehmen seit 1955 am Ort

Die Unsicherheit darüber, ob mit Blick auf die erforderlichen bau- und genehmigungsrechtlichen Verfahren dieser Zeitplan einzuhalten sei, hatte die Elkamet-Verantwortlichen bereits ab Mitte 2017 verschiedene Alternativen prüfen lassen, worüber die Stadt Biedenkopf informiert wurde. Welche Alternativen das sind, teilte das Unternehmen nicht mit.

„Wir sind seit 1955 am Ort und fördern das Wohl der Stadt Biedenkopf in jeder uns möglichen Weise“, werden Flammer und Parsch in der Mitteilung zitiert, „schon aus dieser Sicht bedauern wir, dass wir uns nicht am Krummacker ansiedeln können und bedanken uns bei der Stadt für die im bisherigen Verfahren gezeigte Unterstützung unserer Pläne.“

von Andreas Schmidt

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