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Hinterland Elkamet: Profile steigern den Profit
Landkreis Hinterland Elkamet: Profile steigern den Profit
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19:30 03.01.2014
Bei den Profilen wird auf einer Aluminium-Basis der Kunststoff aufgebracht. Dieser muss im Verarbeitungsprozess gekühlt werden, was mittels Wasser geschieht.Foto: Andreas Schmidt
Biedenkopf

Bereits in 2011 hatte Elkamet am Standort Biedenkopf eine neue, rund 2200 Quadratmeter große Halle errichtet. Dort befinden sich mehrere Fertigungslinien, auf denen Profile für Autoscheiben hergestellt werden.

Diese auf den ersten Blick unscheinbaren Profile verbinden beispielsweise die Frontscheibe eines PKW mit der so genannten „Wasserkasten-Abdeckung“, die unter anderem den Scheibenwischer-Motor abdeckt. So weit, so unspektakulär.

Doch Elkamet hat das so genannte „Flush-System“ entwickelt und patentieren lassen: Dadurch wird der Übergang zwischen Scheibe und Wasserkasten flachbündig und sicher gestaltet. Schmutz und Wasser können nicht eindringen - somit ist eine Dichtigkeit auf Jahre gewährleistet. Und dank einer ausgeklügelten Befestigungsmöglichkeit benötigt der Autohersteller zum Einbau noch nicht einmal Werkzeug.

„Wir stellen nur ein relativ langweiliges Produkt her“, sagt lachend Harald Schiebel, verantwortlich für das Geschäftsfeld „Profile für Autoscheiben“. „Aber das machen wir richtig gut und entwickeln es im Millimeter- und Zehntelmillimeterbereich weiter“, fügt er hinzu.

Autohersteller setzen auf Profile von Elkamet

Diese Qualität wissen auch immer mehr Autobauer zu schätzen: Sie setzen auf die Profile, die in Biedenkopf entwickelt, extrudiert und gebogen sowie an drei weiteren Standorten konfektioniert werden. Denn neben dem Stammsitz in der ehemaligen Kreisstadt hat Elkamet auch in Dautphetal-Wilhelmshütte, im Tschechischen Myslinka und in East Flat Rock, Hendersonville, USA, Werke.

„Wir wachsen nicht nur mit dem Markt, sondern setzen auch auf Neu-Akquise“, verdeutlicht Schiebel. Volkswagen gehört ebenso zu den Kunden, wie General Motors oder Ford. Allerdings dürfe das Unternehmen nicht alle Kunden nennen, es gebe teils drastische Geheimhaltungsklauseln.

Harald Schiebel schaut sehr zuversichtlich in die Zukunft: „Wir werden auch in diesem Jahr wieder zweistellig wachsen“, ist er sich sicher. „Denn im Automotive-Bereich wissen wir ziemlich genau, was in den nächsten 18 Monaten kommt.“

Die Krise von 2007 bis 2009 habe auch Elkamet erwischt - „mit Kurzarbeit und allem, was dazugehört“, so Schiebel. Doch dies sei Vergangenheit: „Einer der wichtigsten Märkte ist für uns mittlerweile China“, sagt er. Brasilien sei auch interessant - allerdings gebe es dort „immens hohe Zoll- und Steueraufschläge.“ Auch Indien schaue man sich genau an, die Absatzzahlen seien dort noch nicht so hoch, „der Markt wird sich aber entwickeln“, ist sich Schiebel sicher. Und auch auf dem japanischen Markt hat Elkamet mittlerweile Fuß gefasst - auch, wenn der Weg lang war. „Der erste Kontakt zu einem wichtigen japanischen Autobauer liegt sieben Jahre zurück. Aber nun hat es geklappt“, freut sich Harald Schiebel. Dort habe man „das System bisher nicht gekannt, sondern auf andere Lösungen gesetzt.“

Neue Halle soll im Juni fertiggestellt sein

In Biedenkopf wird das Wachstum nach außen durch eine Erweiterung der in 2011 eröffneten Produktionshalle sichtbar: Diese war damals schon im Hinblick auf eine mögliche Erweiterung gebaut. Und nun wird sie um weitere 40 Meter verlängert.

Dazu waren einige Vorbereitungen wichtig: So wurde eine bisher als Zwischenlager genutzte Halle gedämmt und wird mit einer Heizungsanlage versehen. „Denn unsere Profile müssen bei Raumtemperatur gelagert werden“, so Schiebel. Dann wird das bisherige Lager abgerissen - und an dessen Stelle der Erweiterungsbau erstellt. „Wenn alles gut läuft, sind wir im Juni fertig“, so Schiebel. Dann werde man auch personell weiter wachsen: „Etwa 20 bis 30 Leute benötigen wir dann zusätzlich.“

von Andreas Schmidt

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