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Hinterland Einzelhändler befürchten Verluste
Landkreis Hinterland Einzelhändler befürchten Verluste
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20:01 11.11.2010
Gegen die Schließung des Arbeitsgerichtes in Marburg wenden sich nun auch zahlreiche Einzelhändler aus Marburg und Umgebung, aber auch aus der Region Frankenberg. Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Zu den 1.476 Protestlern gehören auch zahlreiche Einzelhändler aus Marburg und der Umgebung, aber auch aus dem Frankenberger Raum.

„Mit der Verlegung des Arbeitsgerichtes von Marburg nach Gießen verlieren wir nicht nur ein Gericht, damit gehen auch schwerwiegende Konsequenzen für den Einzelhandel einher“, betont Hans Joachim Ebert, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands Hessen Nord. Er spreche stellvertretend für jeden der betroffenen Einzelhändler, wie er gegenüber der OP erklärt. „Auch der gesamte im September neugewählte Vorstand des Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf des Einzelhandelsverbands vertritt diese Meinung“, ergänzt Ebert.

Auf der Internetseite www.gerichtesterben.de machen die Einzelhändler unter anderem gemeinsam mit Rechtsanwälten gegen die Verlegung mobil. Als Unterstützer der Protestaktion „Bürger gegen Gerichtesterben“ treten Parteien und Verbände auf. Initiert wurde die Aktion vom Marburger Anwaltverein (die OP berichtete).

Auch Andrea Suntheim-Pichler, Mitglied der „Bürger für Marburg“ und Marketingleiterin eines Marburger Einzelhandelsunternehmens, hält von der Zusammenlegung der Gerichte nicht viel: „Wir sehen keine Notwendigkeit für eine Zusammenlegung der Gerichtsstandorte, halten sie eher für überflüssig“, erklärt sie im Gespräch mit der OP.

Im Juni hatte das hessische Justizministerium bekanntgegeben, dass das Arbeitsgericht Marburg Ende 2011 geschlossen und ab Januar 2012 in Gießen ein mittelhessisches Arbeitsgericht entstehen soll.

von Katharina Kaufmann

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP.

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