Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Eintrittskarte zum Grenzgang

Grenzgang 2012 Eintrittskarte zum Grenzgang

Der Biedenkopfer Grenzgang geht in die heiße Phase: Nun wurde die Grenzgangsplakette 2012 vorgestellt.

Voriger Artikel
Nach Asklepios kauft auch Sana Rhön-Aktien
Nächster Artikel
T-Shirt-Träger werben für Grenzgang

Der Sparkassenvorstand Norbert Höpp, Rolf Zährl und Andreas Bartsch (von links) und Verwaltungsratsvorsitzender Landrat Robert Fischbach (rechts) überreichten die Grenzgangsplakette an den Vorsitzenden des Grenzgangskomitee, Arnd Prätorius. Fotos: Silke P

Biedenkopf. In der vollbesetzten Schalterhalle der Sparkassen-Filiale in Biedenkopf übergab der Vorstand des Kreditinstitutes die Grenzgangsplakette an Arnd Prätorius, Vorsitzender des Grenzgangskomitees. „Wir freuen uns auch auf den Grenzgang“, rief Andreas Bartsch, Vorstandsvorsitzender, den Offiziellen, und den Burschen- und Männergesellschaften zu. Er machte deutlich, dass die Pflege der Tradition - der Grenzgang findet alle sieben Jahre statt - die Voraussetzung für Perspektiven darstellt. „Die Sparkasse unterstützt den Grenzgang aus Überzeugung“, sagte er und ergänzte, dass er hofft, dass der Grenzgang ein voller Erfolg wird. In diesem Jahr ist Bartsch zum ersten Mal beim größten Heimatfest in der Region dabei.

Zum dritten Mal erlebt der waschechte Hinterländer, Landrat Robert Fischbach, den Biedenkopfer Grenzgang. So gut besucht, wie in diesem Jahr sei der offizielle Akt der Vorstellung der Grenzgangsplakette aus seiner Sicht noch nicht gewesen - „das ist ein gutes Omen“, sagte Fischbach. Er wünschte den Biedenkopfern, dass sich der „Ausnahmezustand“ in den kommenden Wochen noch stärker bemerkbar macht.

Dass die Biedenkopfer mit großer Erwartung dem Grenzgang entgegenfiebern, bestätigte Prätorius. Und er berichtete, dass sich einiges verändert hat. So wurde in den früheren Jahren statt Bier Branntwein getrunken, und die Kapellen müssten die Strecke seit 1956 nicht mehr zu Fuß bestreiten, sondern würden gefahren.

Einen Rückblick auf die Geschichte des Grenzgangs gab Grenzgangskomitee-Mitglied Volkhardt Ferchland. Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte 1525. 1548 sei protokolliert, dass dem Wald und damit den Grenzen eine besondere Bedeutung zukommt. So wurde zum Beispiel Streulaub für die Stalltiere im Wald gesammelt. Die Grenze sei abgelaufen worden, um „Missverständnisse“ aus dem Weg zu räumen. Der erste dreitägige Grenzgang ist 1773 erfolgt, vorher reichten zwei Tage zum Abgehen der Grenze. Prätorius sprach auch die Kosten des Grenzgangs an und erwähnte den „Riesen-Etat“, den der Kassierer des Grenzgangsvereins verwaltet.

Damit die Kasse stimmt, müsse der Verein Sponsoren finden und auch Merchandising-Artikel vertreiben. Zu letzteren zählen handliche Grenzsteine, die mit einer Gravur versehen sind. Den Stein Nummer 23 übergaben die Offiziellen dann auch an den Sparkassenvorstand als Anerkennung für die Unterstützung, Dass das Fest ein Erfolg wird, bezweifelt Prätorius nicht. „Wir halten alle zusammen in ,Birrekopp‘“, sagte er.

von Silke Pfeifer-Sternke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr