Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hinterland Einmal Leguan Hansi streicheln, bitte!
Landkreis Hinterland Einmal Leguan Hansi streicheln, bitte!
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:48 17.04.2012
Remo Kendler zeigt Leguan „Hansi“. Quelle: Katharina Kaufmann
Marburg

Einmal Auge in Auge mit Leguan Hansi sein, eine Königspython um den Hals tragen oder Äffchen Kingkong bewundern? Das geht am Messestand von Kendlers Reptilien. Der Schulungszoo aus Sontra, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, auf eine artgerechte Haltung von Reptilien, Amphibien und anderen seltenen Tierarten aufmerksam zu machen, ist besonders bei Kindern beliebt. Giancarlo Pascarella kommt häufig vorbei, um die Tiere zu bewundern. Die Königspython darf er sogar einmal halten. „Das hat sich cool angefühlt“, berichtet er hinterher voller Stolz.

Egal ob Bartagame, Spinnen, Kornnattern, Achatschnecken, Riesen-Tausendfüßler, Stabschrecken, Schildechsen, Fauchschaben, eine Albino-Tigerpython, eine Königspython, zwei Weißbüschelaffen, Leguane oder Rosenkäfer - Remo und Ramona Kendler haben sie dabei. Insgesamt 42 Tiere zeigen sie an ihrem Messestand.

„Wir wollen aber eigentlich nicht die Tiere ausstellen, sondern vielmehr deutlich machen, wie sie artgerecht gehalten werden“, betont Remo Kendler. Einen Bus haben sie deshalb zum Schulungszoo umgebaut mit einem 16 Kubikmeter großen Gehege für zwei Leguane und Äffchen. „So groß muss ein Terrarium für ausgewachsene Leguane mindestens sein. Die Weißbüschelaffen kann man dazu tun, denn die beiden Tierarten leben auch in der Wildnis gemeinsam“, erklärt Kendler. Würden Tiere auf zu engem Raum eingesperrt, sodass sie sich nicht mal ausstrecken könnten, könnten sie sich nicht richtig entwickeln. „Augen auf, vor dem Reptilienkauf“, warnt er deshalb. Viele Käufer solcher Tiere wären sich gar nicht bewusst, was beispielsweise Leguane im Jahr kosten oder wie groß sie werden. „1500 Euro muss ich schon veranschlagen, wenn ich so ein Tier kaufe. Und es wird locker über einen Meter lang“, schildert er, was er den Menschen mit dem von Ramona Kendler vor etwa acht Monaten gegründeten Schulungszoo beibringen will. Dabei arbeiten die Kendlers eng mit den Reptilienauffangstationen zusammen. „Wir stellen nur Tiere aus, die uns selbst gehören oder die wir von Auffangstationen zur Verfügung gestellt bekommen“, betont Kendler. Beschlagnahmte Tiere seien nicht darunter, auch keine giftigen.

Nicht nur Aufklärung zur artgerechten Haltung, auch Informationen über die Tiere an sich gibt es bei den Kendlers. Im Zelt läuft ein Film, an jedem Terrarium hängen zudem kleine Schilder mit Angaben über die Herkunft, die Haltung und Eigenarten der Tiere.

Wer es mit Schlangen oder Leguanen nicht so hat, für den hat der Reptilienzoo eine Alternative parat: Es können auch Kaninchen gestreichelt werden.

von Katharina Kaufmann

Ein massives Stück der Biedenkopfer Grenze für den heimischen Garten oder das Haus: möglich macht das der Biedenkopfer Grenzgangsverein.

17.04.2012

Wegen Diebstahls wurden ein Geschäftsführer eines Hinterländer Unternehmens und seine beiden Mitarbeiter zu Geldstrafen auf Bewährung und zu Geldbußen verurteilt.

17.04.2012

Gestern war richtig schönes Hängematten-Wetter.

17.04.2012