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Einkaufserlebnisse gegen Konsumverzicht

Kaufhaus Ahrens Einkaufserlebnisse gegen Konsumverzicht

Mit einem Blick in dieZukunft des Marburger Kaufhauses Ahrens setzen wir heute unser Interview mit Peter Ahrens aus der Samstagausgabe fort.

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Unternehmer Peter Ahrens im Interview mit der OP: „Es ist eine große Herausforderung, dass es Ahrens auch in den kommenden Jahrzehnten in Marburg gibt."

Quelle: Katharina Kaufmann

OP: Weg von den Zukunftsplanungen der Stadt und hin zu Ihren eigenen Visionen. Plant Ahrens eine Shopping-Plattform im Internet?

Ahrens: Im begrenzten Umfang haben wir das schon. Es ist bereits möglich, online Bücher zu bestellen und Reisen zu buchen. Sie können unter 450.000 Buchtiteln auswählen, und das Buch am nächsten Tag bei uns abholen. Das sind allerdings für uns keine großen Geschäftsfelder. Der zweite Vertriebsweg ist eine sehr komplexe Aufgabe, die wir derzeit noch nicht ganzheitlich lösen können. Ich nenne nur die Stichworte Warenbevorratung oder Logistik. Da sind wir noch nicht sehr weit.

OP: Welche Meilensteine haben Sie sich für die kommenden Jahre gesetzt?

Ahrens: Wir werden ganz stark an unserer eigenen Profilierung weiter arbeiten, damit wir zukunftsfähig bleiben. Wir haben durch unsere Flexibilität als Mittelständler und unsere totale Fokussierung auf unseren Standort sehr gute Möglichkeiten einer positiven Weiterentwicklung.Wir werden uns auch neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen Kooperationspartnern, Einkaufsorganisationen und Markenlieferanten erschließen.Übrigens ist das Warenhaus die komplexeste Betriebsform, die es im Handel gibt. Es ist spannend und eine große Herausforderung, dass es Ahrens auch in den kommenden Jahrzehnten in Marburg geben wird.

OP: Was ist die größte Herausforderung für ein Warenhaus?

Ahrens: So viel Einkaufserlebnis zu bieten, wie nur irgend möglich. Die Kunden heute können eine längere Zeit Konsumverzicht üben und auf Anschaffungen verzichten oder diese strecken. Vor Jahren gab es noch einen wesentlich ausgeprägteren Konsumbedarf. Heute denken die Kunden eher an Konsumerlebnisse. Wir müssen kreativ sein in der Sortimentsgestaltung, Erlebniseinkauf bieten und eine tolle Wareninszenierung zeigen. Ganz wichtig ist, dass die Beratungs- und Bedienungsqualität für unsere Kunden stimmt.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Montagsausgabe der OP.

von Christoph Linneund Michael Acker

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Kaufhaus-Inhaber Ahrens nimmt Stellung zu Einzelhandels-Studie.

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