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Hinterland Eine neue Marke kommt ins Milchregal
Landkreis Hinterland Eine neue Marke kommt ins Milchregal
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23:59 24.11.2011
Eine alte Milchkanne steht vor einem Stall im Landkreis. Kleines Foto: Milchproduktion in der Schwälbchen-Molkerei in Marburg – bis zum Oktober lief sie noch. Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Wir legen uns selbst strenge Maßstäbe für die Fütterung auf“, sagt Ludwig Rein, Vorsitzender der Marburger Molkereigenossenschaft, und bezieht sich damit auf den Grundsatz der gentechnikfreien Milchproduktion. „Die Branche wird uns genau beobachten“, ist er sich sicher und berichtet über den eigenen Betrieb.

Auf Reins Milchviehhof in Heskem-Mölln leben 65 Milchkühe. Und schon seit etlichen Jahren bekommen diese Tiere ausschließlich gentechnikfreies Futter. „Meiner Überzeugung nach ist das einfach besser, und es geht ja auch, man muss sich eben darum kümmern“, erklärt Rein, der das gentechnikfrei produzierte Futter im Verbund mit anderen Landwirten einkauft.

Die Genossenschaft muss also sicherstellen, dass nur gentechnikfrei produzierte Milch am Molkerei-Standort in der Frauenbergstraße in Marburg angeliefert wird. Die 73 Landwirte aus der näheren und weiteren Region, die den neuen Molkereibetrieb beliefern werden, verpflichten sich dazu.

„Eine Einzelhandelskette hat zugesagt, uns die Milch abzunehmen, sobald wir liefern können“, erklärt Genossenschafts-Vorsitzender Rein. Jedenfalls müssen die neuen Molkerei-Betreiber dies ab Mai schaffen, denn ab diesem Zeitpunkt stehen sie unter Vertrag.

Weil sie in der Lebensmittelkette einen Großabnehmer gefunden haben, steht nun auch der Finanzierungsplan. „Wir haben Kreditgeber gefunden“, berichtet Rein. Beliefert werden sollen ausschließlich Lager in Hessen, sodass die Milch auch nah am Produktionsort verkauft werden kann.

von Carina Becker

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