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Eine kleine Bank mit großen Zahlen

Bilanz 2011 Eine kleine Bank mit großen Zahlen

Über solche Nachrichten freuen sich die Mitglieder: Die Geschäfte der Spar- und Kreditbank eG Gemünden zeigen eine positive Entwicklung - auch für kommende Aufgaben.

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Freuten sich über die positive Entwicklung der Spar- und Kreditbank Gemünden im vergangenen Geschäftsjahr: Harald Stehl (von links), Marco Waßmuth, Martin Möbus und Norbert Siebert.

Quelle: privat

Gemünden. Über eine insgesamt positive Entwicklung der Geschäfte freute sich der Aufsichtsratsvorsitzender der Spar- und Kreditbank eG Gemünden, Norbert Siebert, während der Generalversammlung im Hessischen Hof in Gemünden. Wie positiv sich die Genossenschaftsbank entwickelt hat, stellte nach der kurzen Begrüßung der Vorstandsvorsitzende Martin Möbus dar. Dabei ging er auch auf die allgemeinen Rahmenbedingungen ein, in denen sich die geschäftliche Entwicklung der Bank abspielte.

Die Spar-und Kredit-Bank habe auch das dritte Jahr nach der „Lehmann-Pleite“ und der anhaltenden Staatsschuldenkrise gut überstanden und sei in allen wesentlichen Geschäftsbereichen weiter gewachsen, berichtete Möbus. „Die Bank hat im Jahr 2011 ihre Marktposition in Zusammenarbeit mit einem starken Finanzverbund weiter ausbauen können“, betonte er. Dies zeige sich besonders in der positiven Entwicklung der Bilanzsumme. Diese erhöhte sich um 5,4 Millionen Euro auf rund 119 Millionen Euro und liege damit über der durchschnittlichen Entwicklung anderer Genossenschaftsbanken im Verbandsgebiet. Ein wesentlicher Faktor für die positive Entwicklung dabei sei das gute Kreditgeschäft gewesen.

„So wurden im Geschäftsjahr 2011 fast 400 Kreditanträge von unseren Mitarbeitern bearbeitet und damit Kreditausleihungen von über 16 Millionen Euro durch uns oder unsere Verbundpartner vorgenommen“, berichtete der Vorstandsvorsitzende. Der Bestand an Kundenforderungen habe sich um 1,35 Millionen Euro auf 70,5 Mio Euro erhöht. Vor allem Kredite aus öffentlichen Mitteln zur Finanzierung von Photovoltaikanlangen seien verstärkt nachgefragt worden. Aber auch der Anteil an privaten, gewerblichen und landwirtschaftlichen Finanzierungen erhöhte sich weiter. Von einer Kreditklemme für den Mittelstand könne im Hause der Spar- und Kredit-Bank Gemünden keine Rede sein.

„Wir werden auch in Zukunft alles daran setzten unsere mittelständischen Kunden nicht im Stich zu lassen und uns unserer Verantwortung zu Sicherung von Arbeitsplätzen in unserem ländlichen Raum stellen“, betonte Möbus.

Auch die Kundeneinlagen stiegen im vergangenen Geschäftsjahr weiter an: um rund eine Millionen Euro auf 76,8 Millionen Euro. Das insgesamt betreute Kundenvolumen der Bank erhöhte sich um vier auf nunmehr insgesamt 214 Millionen Euro. „Der erneute deutliche Zuwachs zeigt das ungebrochene Vertrauen unserer Kunden in die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Spar- und Kredit-Bank“, freute sich der Vorstandsvorsitzende.

Mit besonderer Freude habe die Bank auch im vergangenen Jahr 122 neue Mitglieder begrüßen können. In diesem Zusammenhang erinnerte Möbus nochmals an das Mitglieder-Mehrwertprogramm „SKB Exklusiv“, bei dem die Mitglieder von Mehrwerten und Vergünstigungen bei Bankdienstleistungen und regionalen Kooperationspartnern profitieren können.

Auch die aktive Teilnahme an der gesellschaftlichen Entwicklung sei für das Kreditinstitut weiterhin von besonderer Bedeutung. So seien 2011 wieder über 17000 Euro für gemeinnützige Projekte von Vereinen, Schulen und Kindergärten von der Bank zur Verfügung gestellt worden.

Danach berichtete er über das positive Geschäftsergebnis der Bank. Vorweg konnte er den Mitgliedern wieder die Zahlung einer angemessenen Dividende von fünf Prozent sowie die ausreichende Dotierung der Rücklagen, bekannt geben.

Kritisch betrachtete Möbus den, durch die Finanzmarktkrise getriebenen, ständig steigenden Regulierungs- und Bürokratiedruck. Dieser sei eigentlich für die internationalen Großbanken gedacht, treffe jedoch ungefiltert gerade die kleinen und regional tätigen Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen. „Die Flut an neuen und sich immer schneller verändernden Regelungen bringt uns manchmal an den Rand der Belastbarkeit“ kritisierte er.

Turnusgemäß schieden die Herren Norbert Siebert aus Rosenthal, Harald Stehl aus Gemünden und Erwin Boucsein aus dem Wohrataler Ortsteil Hertingshausen aus dem Aufsichtsrat aus. Alle wurden einstimmig wiedergewählt.

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