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Hinterland Einblicke in Herausforderungen von morgen
Landkreis Hinterland Einblicke in Herausforderungen von morgen
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21:09 27.10.2011
Ein quietschgelber Hingucker: Daimler-Chef Dieter Zetsche fuhr spektakulär mit dem SLS AMG E-Cell auf die Bühne während des Wirtschaftstages der Volks- und Raiffeisenbanken in Frankfurt. Quelle: Kaufmann

Frankfurt. Welche Innovationen werden die nächsten Jahre prägen, und welche Voraussetzungen müssen von Politik und Gesellschaft geschaffen werden, um die Märkte von morgen erfolgreich zu gestalten? Das war die eigentliche Fragestellung des größten deutschen Unternehmertreffens.

Die Euro-Schuldenkrise blieb beim Wirtschaftstag 2011 der Volks- und Raiffeisenbanken aber nicht außen vor. Vor allem auch deswegen, weil als Redner der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dr. Philipp Rösler, geladen war.

Bevor dieser allerdings um Punkt 14 Uhr die Bühne der Jahrhunderthalle betrat, sprachen Michael Bockelmann, Präsident des Genossenschaftsverbandes, und Dr. Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstandes der Daimler AG und Leiter von Mercedes Benz Cars.

Daimler-Chef Dr. Dieter Zetsche fuhr anschließend als erster Redner des Tages in einem Mercedes SLS AMG E-Cell völlig lautlos auf die Bühne. Dort stellte er auf unterhaltsame Art und Weise seine Vision von der „Zukunft der Mobilität“ vor.

„Wir müssen grüne Autos faszinierender und faszinierende Autos grüner machen“, erklärte Zetsche mit Blick auf den quietschgelben Sportwagen neben ihm. Es sei keine Frage mehr, ob Diesel und Benzin von Strom und Wasserstoff abgelöst werden, sondern wann. „Und wir müssen aufpassen, dass es uns nicht ergeht wie der Dampflok“, mahnte er. Kein Hersteller von Dampflokomotiven habe den Wechsel zu den Elektroloks überlebt, und das trotz 100 Jahren Erfahrung.

„Ich glaube ja, dass wir die besten Tage des Automobils noch vor uns haben“, sagte er. Mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die Frauenquote versprach er, dass Daimler bis zum Jahr 2020 jede fünfte leitende Position mit einer „Person mit weiblichen Genen“ und an Moderatorin Ferstl gewandt „also solchen wie Sie“ besetzen werde, „und zwar auch ohne jeglichen gesetzlichen Zwang“.

Von gesetzlichen Zwängen, vor allem in Bezug auf die Euro-Schuldenkrise, sprach dann auch Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler in seinem Vortrag „Herausforderungen für die Wirtschafts- und Technologiepolitik“. Er forderte einen permanenten Test der Euro-Länder und verbreitete nach eigener Aussage „Fortschrittsoptimismus“.

von Katharina Kaufmann

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