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„Ein klares Bekenntnis zur Region“

Optikmaschinen Schneider „Ein klares Bekenntnis zur Region“

Der Optikmaschinenhersteller Schneider investiert in die Zukunft und in den Kreis Marburg-Biedenkopf. Im Gewerbegebiet Kämmacker/Biegen in Fronhausen beging das Unternehmen am Dienstag den ersten Spatenstich.

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Geschäftsführer Gunter Schneider, Architektin Petra Pfau, Landrat Robert Fischbach, der Fronhäuser Bürgermeister Reinhold Weber und Regierungspräsident Dr. Lars Witteck stoßen auf den gelungenen Projektstart an.

Quelle: Michael Hoffsteter

Fronhausen. Er wiegt knapp 100 Gramm und hätte doch fast die Kraft besessen, ein Millionenbauprojekt auszubremsen. Aber eben nur fast. Die Rede ist vom Mornellenregenpfeifer, einer Vogelart, die eigentlich in den Tundren Eurasiens zu Hause ist, auf ihrer Durchreise jedoch gerne Rast auf den Feldern Fronhausens macht. Genauer gesagt auf dem Feld, auf dem die Steffenberger Firma Schneider ihre neuen Produktions- und Entwicklungsräume bauen wollte. Acht Monate hat es gedauert, bis das Regierungspräsidium Gießen grünes Licht für das Investitionsvorhaben gab – am Dienstag wurde der erste Spatenstich gefeiert.

„Es war ein weiter und aus behördlicher Sicht steiniger Weg“, macht Regierungspräsident Dr. Lars Witteck den geladenen Gästen deutlich – ein Tauziehen zwischen wirtschaftlichen Interessen und den Aspekten des Naturschutzes. Ein 127-seitiges Gutachten des Nabu-Experten Dr. Martin Kraft war es schließlich, das den Ausschlag zur endgültigen Bauerlaubnis gab. Das Ergebnis der Untersuchung: „Der Morellenregenpfeifer wird die Veränderungen ertragen“, fasste Witteck zusammen und richtete gleich lobende Worte an Geschäftsführer und Firmengründer Gunter Schneider: „Der Bau ist ein klares Bekenntnis zur Region. Für ein weltweit agierendes Unternehmen ist diese Entscheidung nicht selbstverständlich.“

Selbstverständlich sicher nicht, aber für Schneider eine Herzensangelegenheit: „Ich habe mich sofort in das Gebiet verliebt“, erklärt er, während er stolz über das Stoppelfeld marschiert. Außerdem sei die Anbindung zur Autobahn und die Nähe zum Frankfurter Flughafen ein entscheidender Grund für die Wahl des Gewerbegebiets Kämmacker/Biegen gewesen. „Wir wollen Talente für unser innovatives Unternehmen gewinnen“, hofft Schneider – ein attraktives Umfeld mit hoher Lebensqualität sei dabei extrem wichtig.

Auf über 50.000 Quadratmetern entsteht in den kommenden Monaten ein zweigeschossiger Gebäudekomplex, in dem die Verwaltung, das Entwicklungszentrum, Ausstellungsräume und ein Schulungszentrum untergebracht werden. Zudem kommt eine eingeschossige Produktionshalle hinzu.

von Marie Lisa Schulz

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