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Hinterland "Ein atemberaubendes Gesamtwerk"
Landkreis Hinterland "Ein atemberaubendes Gesamtwerk"
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19:08 03.12.2013
Die Mitglieder des Jugendorchesters des Musikverein 1911 zeigen ihre Instrumente.Foto: Oliver Bens
Gladenbach

Den ersten Teil des Konzertes, das um 17.30 Uhr in der katholischen Kirche zu Gladenbach beginnt, bestreitet das Jugendorchester der Kernstadtmusikanten. Nachdem Dirigent Michael Werner den Musikverein Anfang 2009 übernommen hatte, waren die Vereinsmitglieder und der Vorstand sofort bemüht den langfristigen Fortbestand des Orchesters zu sichern und bauten gemeinsam mit Werner das Konzept der Jugendausbildung um.

Das Ergebnis ist ein intaktes Jugendorchester, in dem der musikalische Nachwuchs herausfordernd ausgebildet und gefördert wird. Heute zählen zum Stamm des großen Jugendorchesters 20 Kinder und Jugendliche, die gemeinsam in Ensemble-Spiel, aber auch im Einzelunterricht individuell auf Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Tenorhorn und Baritonhorn sowie auf der Posaune und dem Schlagzeug ausgebildet werden.

Spaß im Verein geht über das Musizieren hinaus

Neben den Mitgliedern des großen Jugendorchesters werden momentan weitere 15 Kinder und fünf Erwachsene in Gruppen- und Einzelunterricht geschult und haben nicht nur viel Spaß beim gemeinsamen Musizieren, sondern auch bei Vereinsaktivitäten außerhalb des Probenraumes, wie gemeinsame Schwimmbadbesuche oder Kicker-Turniere. „Was wir in den letzten Jahren auf die Beine gestellt haben, ist beachtlich und wurde uns in dieser erfolgreichen Form von vielen Skeptikern nicht zugetraut“, freut sich Dirigent und Ausbilder Michael Werner über die Fortschritte im Verein. „Wer nachhaltige und gezielte Jugendarbeit mit Jungmusikern hören und sehen möchte, der sollte sich das Adventskonzert in Gladenbach anhören. Es ist fantastisch, wie motiviert und fleißig die Kids das Konzert vorbereiten“, freut sich Werner auf ein volles Haus.

Im ersten Teil des Konzertes spielt das Jugendorchester nicht nur Weihnachtsmusik, sondern klassische Orchestermusik auf hohem Niveau. So wird das Programm mit dem berühmten „Trumpet Voluntary“ von Jeremiah Clarke eröffnet. Die Mitglieder des Jugendorchesters gestalten die Moderation ihres großen Auftrittes alleine.

Neu formierte Ensembles spielen festliche Choräle

Neben modern arrangierten Weihnachtsliedern und einer musikalischen Reise ins weihnachtliche Südamerika gibt es aber auch Musik in kleinen Gruppen zu hören. In ausgefeilten Bearbeitungen werden Saxophone, Trompeten oder kleine zusammengestellte Ensembles Weihnachtslieder und festliche Choralmusik zum Besten geben.

Auch die Kinder, die erst seit kurzer Zeit die Ausbildung des Musikvereins genießen, werden mit kleinen und kurzen Auftritten zeigen, was sie bereits spielen können und freuen sich mit gesundem Lampenfieber auf ihren ersten öffentlichen Auftritt. Der erste Teil des Konzertes endet dann in einem Orchesterarrangement des berühmten Weihnachtsliedes „Tochter Zion“. Danach gibt es eine kurze Umbaupause, denn das Jugendorchester verlässt die Bühne für das große Blasorchester des Musikvereins.

Im zweiten Teil des Konzertes bekommen die Konzertbesucher ein musikalisches Festmahl serviert, denn dann liegt die „Große Weihnachtspartita“ auf den Pulten der Musikerinnen und Musiker. Dieses Kunstwerk erzählt musikalisch die Weihnachtsgeschichte und füllt mit seiner 40-minütigen Aufführungszeit fast den kompletten zweiten Teil des Konzertes aus. Der Komponist Alfred Bösendorfer hat in seiner Weihnachtspartita neun bekannte Weihnachts- und Adventslieder neu arrangiert und zu einer Komposition oratorienartigen Ausmaßes ausgebaut.

„Ein Highlight in der musikalischen Laufbahn“

Zwischen den einzelnen Sätzen wird die Weihnachtsgeschichte von einem Erzähler vorgetragen und im Anschluss daran instrumental beschrieben und ausgemalt. „Die Weihnachtspartita ist ein wundervolles, ausgereiftes und atemberaubendes Gesamtwerk“, beschreibt Michael Werner das große Vorhaben der Orchestermusiker.

„Dies ist mit Sicherheit ein Höhepunkt meiner Zusammenarbeit mit dem Orchester, aber auch ein vor kurzer Zeit noch nicht für möglich gehaltenes Highlight in der musikalischen Laufbahn der meisten meiner Musikerinnen und Musiker. Dieses Werk ist einfach ein Hörgenuss und ich bin mir sicher, dass mein Orchester damit begeistern wird“, sagt Werner. Beendet wird das Konzert dann mit dem Titel „Give us Peace“.

Wer sich das Konzert nicht entgehen lassen möchte, bekommt Eintrittskarten zum Preis von fünf Euro bei der Kur- und Freizeitgesellschaft Gladenbach, sowie bei allen Orchestermitgliedern. Der Erlös ist für die Jugendarbeit des Vereins bestimmt.

von Oliver Bens

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