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Hinterland Ein Vierteljahrhundert im Zeichen der Fitness
Landkreis Hinterland Ein Vierteljahrhundert im Zeichen der Fitness
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16:40 21.11.2014
Das Mitarbeiter-Team im Physicum Marburg. Foto: Florian Gaertner Quelle: Florian Gaertner
Marburg

„In diesen Jahren haben wir viele Leute fit gemacht und dann auch fit gehalten“, erzählt Volker Kopp, seit der Gründung sportlicher Leiter des Oberstadtstudios. Damals, als das Physicum am 4. November 1989 zum ersten Mal seine Pforten öffnete, titelte die Oberhessische Presse: „Olympiasieger und Weltmeister drücken sich die Türklinke in die Hand.“

Mehrere Spitzensportler, etwa Schwimmstar Michael Groß, gaben sich die Ehre. „Seit diesem Tag hat sich natürlich manches geändert. Unsere Zielgruppe hat sich mit uns weiterentwickelt. So sind etwa die Hanteln verschwunden, weil wir heute nur noch mit Geräten arbeiten. Aber wir haben immer noch viele Besucher, die von Anfang an hier trainiert haben.“ Besonders bei den Kursen habe man viele Trends kommen und gehen sehen. Während in den 90ern Aerobic der letzte Schrei war, gebe es heute viele verschiedene Angebote, die sowohl auf Breiten- als auch auf Leistungssportler zugeschnitten seien. „Wenn in den Medien wieder ein neuer Trend aufgegriffen wird, etwa Zumba, wollen das natürlich alle gleich nachmachen“, bestätigt Kopp, die Menschen bräuchten schließlich auch Abwechslung. Heute würden die Studios deshalb viel tun, um ihren Mitgliedern das Trainieren so angenehm wie möglich zu machen. Im Physicum gebe es hierfür unter anderem kostenfreies Wlan, Radioempfang und Fernseher. Und im Gegensatz zu vielen Studios mit Discounter-Preisen setze man auf umfangreiche Betreuung und Anleitung. Außerdem stünde Mitgliedern eine kostenlose Kinderbetreuung zur Verfügung. Und Frauen, die dies wünschen, können auch in einem separaten Frauenbereich trainieren. „In Zukunft wird es bestimmt auch wieder neue Trends geben, etwa Yoga-Varianten mit Anklängen aus dem esoterischen Bereich. Aber das Thema Gesundheit wird definitiv immer mehr in den Mittelpunkt rücken. Das ist bei der aktuellen demographischen Entwicklung vorprogrammiert“, ist sich Kopp sicher. Älterwerden könne man zwar nicht verhindern, manche der daraus folgenden körperlichen Gebrechen dagegen schon. Schon mit zwei Trainingseinheiten pro Woche wäre viel getan. Einer der Anfangspunkte für diese Entwicklung sei Anfang der 90er gewesen, als die Unfallchirurgie der Uniklinik auf die Betreiber des Physicums zugekommen sei und mit Verletzten an den Geräten arbeiten wollte. „Heute ist das ja völlig normal, dass zur Genesung aktiv am Körper gearbeitet wird. Früher hat man häufiger nur ruhiggestellt. Die Ergebnisse, die mit der neuen Methodik erzielt wurden, waren super“, erzählt Kopp. Das Studio beschäftigt heute 50 Mitarbeiter, die für den Betrieb des 1000 Quadratmeter großen Fitnessbereichs ebenso zuständig sind wie für den gleich großen Wellnessbereich.

Interessierte können sich am 29. November, am Tag der offenen Tür, selbst ein Bild von der Fitness- und Saunenwelt im Schlossbergcenter machen.

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