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Hinterland Ein-Tonnen-Mikroskop schwebt per Kran ein
Landkreis Hinterland Ein-Tonnen-Mikroskop schwebt per Kran ein
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18:47 01.09.2014
Kommt ein Mikroskop geflogen: Mitarbeiter einer Spezialfirma lieferten das Raster-Elektronenmikroskop per Kran an und hievten es in den zweiten Stock. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Das Ingenieurbüro „Behrends & Koop“ in Marburg hatte das gut 1000 Kilo schwere Raster-Elektronenmikroskop bestellt. „Gekauft habe ich es gebraucht auf eBay“, sagt Dr. Wilke Behrends. Er ist Umwelt-Ingenieur, untersucht beispielsweise die Luft auf Schadstoffe, insbesondere auf Asbest-Fasern - und dafür soll das Mikroskop künftig auch dienen.

„Das Mikroskop besteht aus mehreren Teilen, die nicht so gekippt und gelegt werden dürfen, wie man es gerade am besten gerne hätte“, sagt Behrends. „Daher war es sehr schwer, das Gerät durch eine Fensteröffnung zu bekommen“, so der Ingenieur.

Schon im Vorfeld habe es mit einer Spezialfirma Termine gegeben, um „alle Wege und Höhen genau auszumessen. Es war schon spannend zu sehen, wie der Kran durch unser niedriges Einfahrtstor gekommen ist“, so Behrends.

Die Firma habe sich auf den Transport dieser Mikroskope spezialisiert. „Sie sind auf Federn gelagert und sehr fragil“, weiß der Umwelt-Experte. Von daher seien „1000 Schwierigkeiten zu überwinden gewesen“.

Auch das Gebäude, in dem das Mikroskop aufgestellt wird - die ehemalige Tapetenfabrik - musste erst vorbereitet werden: Ein Starkstromkabel wurde ebenso benötigt wie ein Wasseranschluss. Außerdem wurde unter dem Standort des Mikroskops ein zusätzlicher Stahlträger eingezogen, „die Bauunterlagen sind lange verschollen, wir wussten also nicht, wie tragfähig die Decke ist“, sagt Behrends. Drei Wochen hätten die Vorbereitungen gedauert, dann sei das Mikroskop endlich eingeschwebt.

Gekostet hat das Raster-Elektronenmikroskop 10000 Euro - ein Schnäppchen im Vergleich zum damaligen Neupreis von 400000 D-Mark. Und die Aktion mit Transport aus Stuttgart und der Aufbau in Marburg schlugen mit weiteren rund 10000 Euro zu Buche.

von Andreas Schmidt

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