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Hinterland Ein Stück vom EAM-Kuchen
Landkreis Hinterland Ein Stück vom EAM-Kuchen
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17:54 18.06.2014
Breidenbach will sich die Beteiligung am Energieversorger EAM sichern. Quelle: Thorsten Richter
Breidenbach

Rund 16 600 Euro werden für ein Beraterhonorar fällig. Ein Fachbüro hatte sich mit der eventuellen Beteiligung an der EAM (Energie aus der Mitte) befasst. Wie Bürgermeister Christoph Felkl mitteilte, sei die Gemeinde Breidenbach eine von etwa 130 Kommunen, die beabsichtige, Anteile an der EAM zu erwerben. Um eine Entscheidung treffen zu können, soll das Fachbüro aus München mit der rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Beratung zur Umsetzung der Transaktion beauftragt werden. Das Beraterhonorar beläuft sich auf etwa zwei Millionen Euro und sei zu 100 Prozent von den beteiligten Kommunen zu tragen. Auf Breidenbach entfalle so ein Anteil von 0,828 Prozent, was dem Betrag von16 563 Euro entspricht.

Da jeder der etwa 130 Kaufinteressenten bis zum Abschluss der Transaktion von einem geplanten Beitritt Abstand nehmen könnte beziehungsweise auch noch andere Kommunen hinzukommen können, könne sich der prozentuale Anteil für das Beraterhonorar noch verändern. Die Gemeinde kann einen Anteil von 0,4 Prozent an der neuen EAM GmbH & Co. KG erwerben, der einen Wert von 3,6 Millionen Euro darstellt.

Rainer Lizon (Bürgerliste) erschien das Gesamthonorar für das Beraterbüro mit zwei Millionen Euro recht hoch. Bei der eventuellen Beschlussfassung über die EAM-Beteiligung müssten die Fakten und Kalkulationen genau geprüft werden, denn es müsste dann auch über die Übernahme einer Bürgschaft von 2,8 Millionen Euro durch die Gemeinde entschieden werden und keine sei ohne Risiko. Sollten sich die in einer EAM-Präsentation genannten vorläufigen Eckdaten zur Beteiligung bestätigen, schätze er das Risiko als hinnehmbar ein. Gleichwohl müssten noch einige Fragen geklärt werden.

Elvira Thomas (CDU) sprach sich im Namen ihrer Fraktion für die überplanmäßigen Aufwendungen aus, die den Kommunen und damit auch der Gemeinde Breidenbach die Möglichkeit eröffne, sich an der EAM zu beteiligen. Eine Beteiligung an der EAM erscheine für die Kommune wirtschaftlich. Durch die Zustimmung zu dem Beratungshonorar werde die Möglichkeit eröffnet, ein Stück vom EAM-Kuchen abzubekommen. Einstimmig sprachen sich dann die Gemeindevertreter für die überplanmäßige Aufwendung „Beraterhonorar Beteiligung EAM“ aus.

Wie Felkl berichtete, werde ein Fachbüro Beschlussvorlagen erarbeiten und diese bis 8. September den Kommune vorlegen. Es bleibe dann Zeit bis zum 7. November, um eine finale Entscheidung zu treffen.

von Klaus Peter

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