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Ein Stipendium für die Region

Gegen den Fachkräftemangel Ein Stipendium für die Region

Die Region fördern und das mit Geldern, die aus der Region stammen - das ist das erklärte Ziel der VR Bank HessenLand eG. Mit einem neuartigen Stipendium geht die Genossenschaftsbank dabei jetzt ganz eigene Wege.

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Der Vorstandsvorsitzende Helmut Euler (von links), der Personalverantwortliche Gerhard Ursprung und das Vorstandsmitglied Ralph Kehl werben für das von der VR Bank HessenLand entwickelte Stipendium.

Quelle: Katharina Kaufmann

Kirchhain. Kirchhain. Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, globaler Talentwettbewerb und Strukturwandel sind nur einige Schlagworte, dem sich der Landkreis Marburg-Biedenkopf in Zukunft ausgesetzt sieht. Das weiß auch der Vorstand der VR Bank HessenLand eG und hat sich deshalb etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Die Förderung von jungen Menschen, die bereit sind, in die eigene Weiterbildung zu investieren und ihr Wissen zudem der Region zur Verfügung zu stellen.

"Unser Ziel ist es, Fachkräfte in unserem Geschäftsgebiet, also den Landkreisen Marburg-Biedenkopf, Schwalm-Eder und Vogelsberg, zu fördern und hier zu binden", erklärt Vorstandsmitglied Ralph Kehl die Idee des VR-Bank-HessenLand-Stipendiums, das zum Start dreimal jährlich an begabte Kunden der Genossenschaftsbank vergeben werden soll.

Das Stipendium läuft in drei Phasen ab: Es wird zunächst als zinslose Studienfinanzierung in monatlichen Raten à 250 Euro für die Dauer der Fortbildung, maximal aber vier Jahre, ausgezahlt. Als Option für Stipendiaten, die ihre Altersvorsorge für die Fehlzeiten der Weiterbildung durch eine Rentenversicherung absichern wollen, gewährt das Finanzinstitut noch einmal zusätzlich einen monatlichen Zuschuss von 50 Prozent - maximal 50 Euro. Zudem werden die Zahlungen aus dem Stipendium nicht mit Leistungen aus dem BaföG verrechnet.

Im Anschluss an die Weiterbildung - die sowohl ein Studium an einer Universität oder einer Fachhochschule, als auch der Besuch einer Techniker-/Meisterschule oder ähnliches sein kann - folgt die Orientierungsphase von zwei Jahren. Findet der Stipendiat in dieser Zeit eine Arbeitsstelle in der Region und tritt dort für mindestens drei Jahre ein ununterbrochenes Arbeitsverhältnis an, wandelt sich die zinslose Studienfinanzierung in ein Vollstipendium um, sprich es muss nichts zurückgezahlt werden.

Nimmt der Stipendiat eine Anstellung außerhalb der Region an, folgt auf die Orientierungsphase eine Rückzahlung der zinslosen Studienfinanzierung.

"Mit diesem Stipendium fördern wir begabte junge Menschen, binden Fachkräfte an die Region, helfen den Unternehmen vor Ort gut ausgebildete Mitarbeiter zu finden, unterstützen die Techniker- und Meisterschulen in der Region durch neue Schüler und helfen den Schulen, talentierte Schüler zu unterstützen", schildert Gerhard Ursprung, Leiter des Personalmanagements der VR Bank HessenLand, wieso die Genossenschaftsbank das Stipendium ins Leben gerufen hat. Auch die finanzielle Vereinbarkeit von Familie und Beruf solle damit unterstützt werden. "Wir sind unseres Wissens nach hessenweit die einzige Bank, die so etwas anbietet", ergänzt Ralph Kehl. Er hoffe aber, dass sich schnell Nachahmer finden.

Aktuell wird das Stipendium in Schulen und Betrieben im Geschäftsgebiet der Bank vorgestellt. Am 30. April endet nämlich die erste Bewerbungsfrist.

Um das Stipendium der VR Bank HessenLand zu erhalten, müssen einige Voraussetzungen erfült werden:

- Wer ein Studium anstrebt und dabei von der Genossenschaftsbank gefördert werden will, muss die (Fach-)Hochschulreife mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,4 abgeschlossen haben.

- Beim Besuch einer Techniker-/Meisterschule muss die Berufsausbildung mit einer Abschlussnote von mindesten 2,4 beendet worden sein.

- Es darf kein negativer Schufa-Eintrag bestehen.

- Der Stipendiat sollte Kunde der VR Bank HessenLand sein/werden.

- Die Bewerbungsfrist endet jeweils zum 30. April, 31. August und 31. Dezember eines Jahres.

von Katharina Kaufmann

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