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„Ein Rekordjahr der Innovationen“ bei Impfstoff

Novartis „Ein Rekordjahr der Innovationen“ bei Impfstoff

Der „MARS“-Campus in Görzhausen macht Fortschritte: Weitere Abteilungen starten derzeit mit der Produktion. Bis Ende des Jahres soll dort Tollwut-Impfstoff hergestellt werden.

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Der neue Finanzvorstand Dr. Johannes Müller (von links), Standortleiter Jochen Reutter und Tibor Nemes, Leiter Qualitätsmanagement: Sie führen die Geschäfte der Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH.Foto: Novartis

Marburg. Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich: 2012 schrumpfte der Umsatz auf Jahressicht um drei Prozent auf rund 42,6 Milliarden Euro), wie Novartis am Mittwoch in Basel mitteilte (die OP berichtete). Der Gewinn lag unter dem Strich bei 12,8 Milliarden Dollar und damit auf Jahressicht fünf Prozent niedriger. Für 2013 kündigte Novartis einen stagnierenden Umsatz an. Dabei erwartet der Konzern Einbußen durch Generika (Nachahmermittel) in Höhe von bis zu 3,5 Milliarden Dollar, die er durch das Geschäft mit eigenen neuen Mitteln ausgleichen will. Für 2014 und 2015 rechnet Novartis dann wieder mit steigenden Umsätzen mindestens im mittleren einstelligen Prozentbereich. Nach einem Rückgang im Jahr 2013 soll der operative Gewinn dann noch deutlicher wachsen als der Umsatz.

Lokale Zahlen für den Standort Marburg gibt der Konzern nicht bekannt. Novartis Vaccines and Diagnostics äußerte sich aber zur aktuellen Impfstoffproduktion Marburg. „Seit September haben wir unseren innovativen auf Zellkulturbasis produzierten Grippeimpfstoff ausgeliefert. Unsere anderen Grippeimpfstoffe konnten rechtzeitig vor Beginn der Influenzasaison ausgeliefert werden“, erklärt Sprecher Dr. Volker Husslein. Novartis hatte den Grippeimpfstoff später als geplant geliefert, Engpässe gibt es auch beim FSME-Impfstoff. Der Pharmahersteller arbeite in Marburg „mit Hochdruck daran“, den FSME-Impfstoff gegen Frühsommermeningoenzephalitis bis Juli wieder liefern zu können. Bislang steht die Produktion still, weil es Probleme bei der mikrobiologischen Herstellung gab. Das Jahr 2012 war für Novartis Vaccines Deutschland ein Rekordjahr der Innovationen im Impfstoffbereich, fasst Standortleiter und Geschäftsführer Jochen Reutter zusammen: Erste Zulassung eines Grippezellkulturimpfstoffs für die USA und die Empfehlung für die erste Zulassung eines Meningitis B-Impfstoffs für die EU (die OP berichtete). An beiden Innovationen hat der Standort Marburg maßgeblich mitgewirkt. Auch der MARS-Campus macht laut Novartis Fortschritte: Weitere Teilbereiche auf dem MARS-Campus, wie der Vorbereitungs- sowie der Medien- und Pufferbereich starten derzeit mit der kommerziellen Produktion. „Wir planen die Aufnahme der kommerziellen Fertigung von Tollwut-Impfstoff in den neuen Anlagen ebenfalls für dieses Jahr“, so Husslein.

n Novartis verkündete eine neue Personalie: Zum 1. Januar hat Dr. Johannes Müller die Position des Chief Financial Officer (Finanzvorstand) in Marburg übernommen, nachdem Wolfgang Kirchmayr eine neue Aufgabe innerhalb von Novartis wahrgenommen hat.von Anna Ntemiris

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