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Ein Ire übernimmt Römer Etikett

Elnhausen Ein Ire übernimmt Römer Etikett

Der irische Unternehmer Tom Waters hat die Räömer Etikett Vertriebs- und Produktions GmbH aus dem Marburger Stadtteil Elnhausen gekauft. Er will den Elnhäuser Traditionsbetrieb nach der Insolvenz wieder am Markt etablieren

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Der neue Inhaber der Römer Etikett Vertriebs- und Produktions GmbH, Tom Waters (Mitte) und Betriebsleiter Claus Schüring (rechts) schauen Mitarbeiterin Janina Bark bei der Arbeit an einer Digitalthermotransfermaschine über die Schulter.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg-Elnhausen . Unter altem Namen, aber mit neuem Inhaber will sich das Marburger Unternehmen Römer Etikett nach der Insolvenz im vergangenen Jahr nun nach und nach wieder zukunftsfähig machen.

Die Druckmaschinen im Marburger Stadtteil Elnhausen laufen wieder, 17 Mitarbeiter stellen dort Etiketten für lokale, regionale und auch einige internationale Unternehmen aus der Lebensmittel-, Hygiene- und Technologie-Industrie her. Die Insolvenz ist fast vergessen.

Aber eben nur fast. Denn der neue Inhaber der Römer Etikett Vertriebs- und Produktions GmbH, Tom Waters, legt Wert darauf, dass sich das Unternehmen selbst saniert. „Wir müssen das Geld, das wir investieren wollen, verdienen“, erklärt der Ire, der Römer Etikett im Mai von Insolvenzverwalter Manfred Kuhne übernommen hat, jetzt im Gespräch mit der OP. Seine Bilanz nach den ersten sechs Monaten fällt positiv aus: „Wir haben gute Mitarbeiter mit viel Spezial-Wissen, die sehr engagiert am erfolgreichen Wiederaufbau des Unternehmens arbeiten“, sagt Waters.

Im Dezember des vergangenen Jahres hatte Alexander Römer, damals der Geschäftsführer des Unternehmens, beim Marburger Amtsgericht den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens eingereicht. Die Verwaltung des Unternehmensvermögens wurde anschließend an den Marburger Rechtsanwalt Manfred Kuhne übertragen, als vorläufigem Insolvenzverwalter. Dieser musste Anfang des Jahres dann 20 der zuletzt 48 Mitarbeiter entlassen, weil es nicht ausreichend Arbeit für sie gab (die OP berichtete).

Das scheint nun der Vergangenheit anzugehören. Waters plant, das Unternehmen zukunftsfähig zu machen und „gesund wachsen zu lassen“. Neben Römer ist Waters Inhaber dreier weiterer Familienbetriebe: der Firmen Water‑shed in Dublin, Etiko in Stettin und LPS in London.

von Katharina Kaufmann

Mehr lesen Sie in der gedruckten OP vom Freitag.

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