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Ein Hauch von Hollywood in Gladenbach

Frisurentrends im Herbst Ein Hauch von Hollywood in Gladenbach

Runde Formen und leuchtende Herbsttöne bei den Damen, zügellose Vielfalt und markante Strukturen bei den Herren - so sieht es in der kommenden Herbst- und Wintersaison auf den Köpfen aus.

Gladenbach. Über die aktuellen Frisurentrends hat der Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks im Gladenbacher Haus des Gastes informiert. Zur Freude von Biedenkopfs Kreishandwerksmeister Karlheinz Koch waren dabei deutlich mehr seiner Kollegen anwesend, als bei den vergangenen Veranstaltungen dieser Art - unter anderem auch aus den Nachbar-Innungen Marburg und Wetzlar.

Live-Vorführungen machen die Technik deutlich

Dies wiederum dürfte ein Verdienst des besonderen Gastes gewesen sein, den Koch für diesen Abend gewonnen hatte. Mit Brigitte Windangel stand nämlich eine der bekanntesten Friseurinnen Deutschlands auf der Bühne, die mit ihren Frisurkreationen nicht nur den ersten Kreativpreis des deutschen Friseurhandwerks, sondern auch die Europa- und Weltmeisterschaft gewonnen hat und für etliche Medienproduktionen im Fernsehen tätig ist.

Sie hatte einige von ihr frisierte Modelle mitgebracht, die Gladenbachs gute Stube mit einem Hauch von Glamour füllten und den Gästen vom Fach zeigten, was in Sachen Frisurgestaltung möglich ist: Hochgesteckte Lockenpracht, die mit ein paar Handgriffen aufgelockert wird, oder verführerische Rottöne sind nur einige Beispiele, wie der Kopf leicht zu einem Markenzeichen werden kann.

In einer Live-Vorführung zeigte die Weltmeisterin zudem, wie schnell ein neuer Look nicht nur kreiert, sondern auch wieder umgestaltet werden kann.

Diese Wandelbarkeit sei im Übrigen eines der Hauptmerkmale der aktuellen Frisurenmode, stellte Karlheinz Koch, der auch der Obermeister der Friseur-Innung Biedenkopf ist, fest. Kunden wollten sich heutzutage nicht lange mit dem Styling aufhalten, sondern schnell neue Ergebnisse sehen, erläuterte er weiter.

Dabei erleben bei den Damen in dieser Saison auch einige Klassiker wie etwa der „Garçonschnitt“ eine Renaissance. Junge Hollywood-Ikonen wie Carey Mulligan oder Michelle Williams schwörten bereits auf den Schnitt, der von einem gewissen Dualismus lebe, erklärte Koch: Retro und doch modern, androgyn und dennoch feminin. Ebenso gefragt sei aber auch der legendäre „Bob“, dessen Wurzeln immerhin bis in die 60er Jahre zurückreichen würden und der dennoch zeitlos modern sei.

„Bei den Männerlooks fällt auf, dass sie keine Grenzen kennen“, führte der Obermeister weiter aus. Zwar werde akkurat geschnitten, aber das Ergebnis dürfe ruhig unorthodox und innovativ anmuten. Die Basis der Schnitte bilde dabei der Undercut, der - mal gemäßigt, mal hoch angesetzt - zusammen mit längerem Deckhaar für auffällige Kontraste sorgen kann. Außerdem seien kunstvolle Doppelponys und gezielt verschnittene Partien weitere Merkmale der Herrenmode.

Make-up-Trends ergänzen Charakteristik der Frisur

Neben den verschiedenen Modellen, die von Saskia Siebert, Rebecca Braun und Florian Radl teilweise während der Veranstaltung auf der Bühne frisiert wurden, gab Karina Debus Anregungen für die aktuelle Make-up-Trends, die die Charakteristik der Frisur noch einmal aufgreifen und unterstreichen sollen.

von Sascha Valentin

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