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Ein Buch nehmen, ein Buch geben

Buchtauschstation in Marburg Ein Buch nehmen, ein Buch geben

Vom Händler ins heimische Bücherregal – so sieht der herkömmliche Weg eines Buches aus. In Marburg gibt es jetzt eine neue Art, mit Literatur umzugehen: eine Buchtauschstation.

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Ahmad Ali Shakee von der Marburger Arbeitsloseninitiative räumt Bücher in die erste Marburger Buchtauschstation im Tegut-Markt in der Universitätsstraße ein.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Romane und Kochbücher, Thriller und Liebesgeschichten, Ratgeber und Kinderliteratur – all das kann seit Freitag in Marburg getauscht werden. Aus der neu eröffneten Buchtauschstation im Tegut-Markt in der Universitätsstraße können Bücher genauso herausgenommen wie hineingestellt werden, alles ganz umsonst.

„Mit der besonderen Art des Bücherecyclings wollen wir literarische Produktionen wertschätzen und längerfristig erhalten“, erläuterte Yvonne Grünthal, zuständige Projektleiterin beim Marburger Verein Arbeit und Bildung, und ergänzte: „Gleichzeitig soll die Buchtauschstation aber auch Menschen zum Mitnehmen und Lesen der Bücher anregen, gerade auch diejenigen, die sich den Kauf eines Buches nicht leisten können.“

Das Prinzip der Buchtauschstation ist simpel: Während der Öffnungszeiten des Tegut-Marktes in der Marburger Universitätsstraße können sich Leseratten und Bücherfreunde an dem Fundus der Buchtauschstation bedienen. Gleichzeitig können eigene Bücher, für die es keine Verwendung mehr gibt, in das Regal hinein- und damit anderen Leseratten zur Verfügung gestellt werden.

Für jedes entnommene Buch sollte ein anderes zurückgestellt werden, maximal sollten zwei Bücher getauscht werden – so lauten die Bedingungen. Für die Wartung und Betreuung der Bücher und des Regals ist die Marburger Arbeitsloseninitiative (MALI) zuständig.

Möglich wurde die Eröffnung der ersten Marburger Buchtauschstation mit der Unterstützung der Stadt Marburg und dank einer Sammelaktion der Mitarbeiter der Kreisjobcenters. „Wir haben unseren Kollegen von der Idee erzählt und um Buchspenden gebeten. Das wurde gut angenommen“, erklärte Petra Rohowski vom Kreisjobcenter. Ist das Projekt erfolgreich, sollen noch weitere Buchtauschstationen in Marburg eröffnet werden.

von Katharina Kaufmann

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