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Hinterland „Edelstahl-Werk“ bleibt im Ostkreis
Landkreis Hinterland „Edelstahl-Werk“ bleibt im Ostkreis
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21:41 17.12.2013
Wolf Hoppe blickte vor rund 100 Mitarbeitern auf das Jahr 2013 zurück.
Stadtallendorf

Die HOPPE AG Stadtallendorf hat im Jahr 2013 eine „Seitwärtsbewegung mit Bergauf-Tendenz“ gemacht: So fasste es Wolf Hoppe, Vorstand des Familienunternehmens, gestern zusammen. Während der traditionellen Jubilarfeier blickte Hoppe auf die vergangenen Monate zurück und gab einen Überblick über die wirtschaftliche Situation. Das Jahr war schwierig, so Hoppe. Ein Beispiel: Die Insolvenz der Baumarktkette Praktiker führte auch bei HOPPE zu Einbußen, denn der Griffhersteller verlor einen wichtigen Abnehmer seiner Produkte. Die allgemeine Tendenz: Der Baubranche in Europa geht es schlecht, dabei war die Konjunktur in Deutschland, dem größten Markt der HOPPE AG, allerdings besser als in der EU insgesamt. „Für die europäische Baubranche wird im nächsten Jahr eine Trendwende erwartet - ein Wachstum von einem Prozent“, sagte Hoppe und legte mit einem Augenzwinkern nach: „Die ein Prozent mehr Fenstergriffe schaffen Sie zwischen dem Beginn der Frühschicht und der Frühstückspause“, sagte er zu den Mitarbeitern.

Stadtallendorf bleibt das „Edelstahl-Werk“

Auch die deutschen Zahlen geben dem Unternehmer noch keinen Grund zur Euphorie: Im Neubaubereich wurden in diesem Jahr 13 Prozent mehr Wohnungen als im Vorjahr gebaut, aber das sei immer noch fast zwei Drittel weniger als 1973 in der damals kleineren BRD. Im deutschen Teil der HOPPE-Gruppe entwickelten sich die Auftragseingänge vor allem im zweiten Halbjahr positiv. Die Gesamtleistung werde voraussichtlich bei rund 150 Millionen Euro liegen. Das ist ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die HOPPE-Gruppe erzielte mit 234 Millionen Euro ein Plus von ein Prozent. „Und damit liegen wir immer noch unter dem Umsatz von 2007 während der Weltwirtschaftskrise. Das stinkt mir“, sagte Hoppe.

In der deutschen AG sind derzeit 1452 Mitarbeiter beschäftigt, das sind zirka 50 Personen mehr als im Vorjahr. Die Gruppe beschäftigt insgesamt 2572 Personen. Zum Jahresende wurde fast 160 Mitarbeitern in St. Martin in Südtirol gekündigt: Erstmals in der Geschichte des Unternehmens habe die HOPPE-Gruppe unter solchen Vorzeichen ein ganzes Werk schließen müssen, berichtete Wolf Hoppe. „Das war der härteste Hammer, den wir bisher hatten“, so Hoppe. Den Eigentümern sei diese Entscheidung sehr schwer gefallen, aber dieser Schritt sei nötig gewesen, „um Schlimmeres in Zukunft abzuwenden“. HOPPE müsse sich im globalen Wettbewerb behaupten. Die Konkurrenz der „Billigheimer aus dem fernen Osten“ macht den Griff-Herstellern aus Europa schwer zu schaffen. Um einerseits eine starke Produktion in Europa zu halten und andererseits mit „weltmarktgerechten“ Herstellungskosten zu arbeiten, werden die Strukturen in der Produktion grundlegend verändert: Im November hat die Gruppe auch an den deutschen Standorten mit Veränderungen begonnen. Das Werk in Crottendorf im Erzgebirge wird das - einzige - Montage- und Logistikzentrum für die gesamte Gruppe werden. Die Crottendorfer werden dafür die Vorfertigung von Aluminium-Produkten an andere Werke abgeben.

In den Werken in Stadtallendorf und Bromskirchen werden die Veränderungen laut Hoppe in geringerem Ausmaß zu spüren sein. In Stadtallendorf wird die Fertigung von Beschlägen aus Edelstahl verstärkt, in Bromskirchen die zur Herstellung von Dreh/Kipp-Fenstergriffen. „In den alten Strukturen arbeiten wir wie die Wilden, aber es bleibt zu wenig Gewinn übrig“, sagte Hoppe zu seinen Mitarbeitern, nannte aber keine Zahlen.

Um neue Märkte zu erschließen und mehr Umsatz zu bekommen, wird die Vermarktungsstrategie neu aufgestellt. Dazu hat die Unternehmens-Gruppe unter anderem jetzt eine Vermarktungsgesellschaft in Shanghai gegründet. Von der Großen Koalition in Berlin erwartet der Unternehmer nicht viel. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz koste den Unternehmen viel Geld. Er befürchte, dass dieser „Blödsinn von Schwarz-Gelb“ nun fortgeführt werde. Der Hauptgeschäftsführer der IHK Kassel-Marburg, Dr. Walter Lohmeier, äußerte sich vorsichtiger: „Die Energiewende muss bezahlbar bleiben - für die Unternehmen und die Bürger“. Lohmeier und Hoppe ehrten am Abend zudem 63 Jubilare. Bericht dazu folgt.

von Anna Ntemiris

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