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Hinterland Dringend gesucht: Spender für Josha
Landkreis Hinterland Dringend gesucht: Spender für Josha
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22:21 03.02.2012
Josha und Heidi Haferkamp verbrachten in der vergangenen Woche wieder einige Tage auf der Kinderkrebsstation Peiper am Uniklinikum in Gießen, wo der Zweijährige seine Chemotherapie bekommt. Die Schutzkleidung der Mutter soll die Gefahr von ansteckenden Infektionskrankheiten abwenden, die dem geschwächten Kind schaden könnten. Quelle: Thorsten Richter

Siegbach-Oberndorf. Ganz normalen Alltag gibt es bei Familie Haferkamp aus Oberndorf, einem Ortsteil in der Gemeinde Siegbach im Lahn-Dill-Kreis, schon seit vielen Monaten nicht mehr. Das jüngste Mitglied der Familie, der zweijährige Josha Elias, ist seit dem vergangenen Jahr an Leukämie erkrankt. Die Diagnose stellten die Ärzte im Oktober 2011 in Siegen – seither wird der kleine Junge in der Kinderklinik des Universitätsklinikums in Gießen behandelt. „Die Chemo-Therapie läuft in mehreren Blöcken“, erklärt Vater Wolfgang Haferkamp: „Ziel ist es, den Körper von den bösen Zellen zu befreien und die Krankheit in Schach zu halten, bis wir einen Knochenmarkspender gefunden haben.“

Als im Januar feststeht, dass Joshas Schwester Lilly kein geeigneter Knochenmark-Spender für ihren kleinen Bruder ist, nimmt etwas seinen Anfang, das inzwischen weite Kreise über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus zieht.

Silvia Wüstenhöfer und Kerstin Sommer, zwei junge Frauen aus Siegbach und Freundinnen von Heidi Haferkamp, wollen helfen. Sie nehmen Kontakt zur DKMS auf und beginnen mit der Organisation einer Typisierungs-Aktion, die zugleich eine Benefizveranstaltung für Josha sein soll - mit Kaffee und Kuchen, Mittagsbuffet und Kinderprogramm.

„Für mich ist das Nächstenliebe praktisch“, sagt die 31-jährige Silvia Wüstenhöfer, die aus Bad Endbach stammt und selbst Mutter von drei Kindern ist. „Es ist unfassbar, wie viele Menschen helfen – völlig selbstlos, liebevoll, mitdenkend und auf ganz unterschiedliche Art und Weise.“ Und so sind innerhalb von wenigen Tagen die Listen derer, die vor Ort gebraucht werden, geschlossen. Auch aus dem heimischen Landkreis wirken viele Menschen mit. Firmen, Vereine, Organisationen, Arztpraxen und Privatleute sagen ihre Unterstützung zu, Druckereien stellen kostenlos Plakate und Handzettel als Werbematerial für die Typisierung zur Verfügung.

Die Typisierungsaktion für Josha Haferkamp läuft am Sonntag, 12. Februar, von 11 bis 16 Uhr. Grundsätzlich kann sich jeder gesunde Mensch zwischen 17 und 55 Jahren als potenzieller Spender registrieren und typisieren lassen. Darüber hinaus werden dringend Geldspenden benötigt, um die Typisierungskosten finanzieren zu können.

Im Internet berichten Joshas Eltern unter www.beten-fuer-josha.blog.com fortlaufend über die Ereignisse und rufen zum Gebet für ihren Sohn auf.

von Carina Becker

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