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Hinterland Drei Kommunen planen einen Windpark
Landkreis Hinterland Drei Kommunen planen einen Windpark
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22:21 19.12.2011
Im neuen Jahr solle gleich mit der Gutachtenerstellung für den Standort des interkommunalen Windparks der Gemeinden Bad Endbach, Bischoffen und Siegbach begonnen werden. Quelle: Michael Hoffsteter

Bad Endbach. Als einen Meilenstein für die erneuerbaren Energien in der Region im Hinterland bezeichnete Bad Endbachs Bürgermeister Markus Schäfer den ausgearbeiteten Vertrag zu dem interkommunalen Windpark.

Am Montagmorgen wurde das Schriftstück von den Vertretern der drei Gemeinden Bad Endbach, Bischoffen und Siegbach sowie von den Verantwortlichen des Energieversorgers Eon Mitte Natur GmbH unterzeichnet.

Bischoffens Bürgermeister Ralph Venohr und der Erste Beigeordneter Karl Heinz Schäfer, der den erkrankten Siegbacher Bürgermeister Berndt Happel vertrat, waren froh darüber, beim Thema Windenergie interkommunal zusammen gearbeitet zu haben. Venohr sprach zudem von einer harmonische Absprache bei der Vertragsausarbeitung.

Der Vertrag sieht vor, dass der Energieversorger Eon nicht Hauptinvestor ist, sondern eine untergeordnete Rolle spielen soll. Bad Endbachs Bürgermeister Schäfer geht davon aus, dass 2012 eine Energieerzeugungsgemeinschaft „Lahn-Dill-Bergland“ gegründet wird, für die auch eine genossenschaftliche Beteiligung von Bürgern bei der erneuerbaren Energieversorgung vorgesehen ist.

Die Bürgerbeteiligung sei ein wesentlicher Faktor für die Akzeptanz der neuen Energieformen in der Bevölkerung, ist sich  Eon-Beauftrager Jörg Hartmann sicher. Er fügte hinzu, dass sich das Unternehmen Eon Mitte Natur mit dieser neuen Dienstleistung von anderen Anbietern unterscheiden wolle.

Aus Zeitgründen wollen die Vertragsparteien nicht bis zur Gründung der Energieerzeugungsgemeinschaft im Jahr 2012 warten, sondern möglichst kurzfristig mit der Planung des Windparks beginnen. Nach der Gründung der Erzeugergemeinschaft kann diese in die Planungen einsteigen und den Bau sowie den späteren Betrieb der Anlage übernehmen, erläuterte Schäfer.

Die Wertschöpfung bleibe in der Region, bei den Kommunen und ihren Bürgern. Ziel solle es sein, dass der in der Region erzeugte Strom auch regional verkauft werde, fügte Schäfer hinzu. Im neuen Jahr solle gleich mit der Gutachtenerstellung für den Standort begonnen werden.

von Anita Ruprecht

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