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Hinterland Dörfliche Institution geht verloren
Landkreis Hinterland Dörfliche Institution geht verloren
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16:22 26.05.2017
Noah Happel überreichte Marietta Rehhorn Blumen für ihren jahrelangen Einsatz in ­Frechenhausen. Quelle: Sascha Valentin
Frechenhausen

26 Jahre lang stand sie hinter dem Schalter der Filiale und hat sich dort um die Bedürfnisse der Kunden gekümmert. Und das waren keineswegs nur Bankangelegenheiten, wie Rehhorn im Gespräch mit Happel erzählte.

Der abgeschirmte Schalterraum war für viele auch ein idealer Ort, um über persönliche Angelegenheiten zu sprechen. Aber genau dieser Kontakt zu den Menschen sei ihr besonders wichtig gewesen, sagte Rehhorn. Zwischen ihr und den Kunden habe sich ein Vertrauensverhältnis entwickelt, wie es in einer größeren Filiale kaum zustande komme. „Ich habe viele Kunden, die schon lange nicht mehr in Frechenhausen wohnen, aber trotzdem noch zu mir kommen“, berichtete Rehhorn.

Das spiegelt auch wider, was Noah Happel ihr mit auf den Weg gab: „Ganz viele Leute sind traurig, dass du jetzt nicht mehr da bist.“ Jeder habe sie gekannt und ihr vertraut. „Für uns fällt damit ein ganz wichtiger Baustein im dörflichen Leben weg“, betonte er. Dem schloss sich auch sein Bruder Jakob Happel für die Burschen- und Mädchenschaft Frechenhausen im Namen aller örtlichen Vereine an.

Auch wenn die Filiale in Frechenhausen geschlossen ist, geht Marietta Rehhorn ihren Kunden noch nicht verloren. Die letzten zwei Jahre bis zu ihrem Renteneintritt wird sie in Niedereisenhausen arbeiten.

von Sascha Valentin

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