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„Diesen Druck hält niemand aus“

Uni- Klinikum „Diesen Druck hält niemand aus“

Seit vielen Jahren beklagen sie Missstände am Uni-Klinikum Gießen und Marburg (UKGM). Durch die nun angedrohte Stellenstreichung sieht die Initiative NotRuf 113 die Versorgung von Patienten akut in Gefahr.

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Streik am Klinikum: Schon im vergangenen Jahr machten die Mitarbeiter ihrem Ärger über die Situation am Uni-Klinikum Luft. Nach den neuesten Spar-Ankündigungen dürfte es auch dieses Mal zu Arbeitsniederlegungen kommen.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Die „Entmenschlichung der Medizin“, beklagt Dr. Ulrike Kretschmann, Mitglied der Ärzteinitiative NotRuf 113, die in den vergangenen Jahren immer wieder auf Missstände in Pflege und ärztlicher Behandlung in den Unikliniken hingewiesen haben.

Als „Katastrophe“ bewertet Dr. Susanne Deuker, ebenfalls Mitglied der Initiative, den Abbau von 500 Stellen in diesem und nächsten Jahr an den Standorten Marburg und Gießen . „Diese Zahlen bestätigen wir unserseits nicht“, sagt Frank Steibli, UKGM-Pressesprecher.

Das Ziel der Geschäftsführung sei es, schnellstmöglich Gespräche mit der Arbeitnehmerseite zu beginnen, um den „zehn Millionen Euro großen Kostenblock vor unseren Füßen gemeinsam zu bewegen.“ Zur Kritik vonseiten der Politik sagt Steibli: „Unsere Gesprächsfäden zur Politik sind gut und belastbar. Diese Fäden reißen nicht ab und wir sind mit allen Beteiligten in Gesprächen.“

Solche Aussagen treiben der Initiative Notruf 113 die Zornesröte ins Gesicht: „Zahlreich beklagten sich Pflegekräfte in Gesprächen über Personalmangel und es liegen uns ebenso zahlreiche Überlastungsanzeigen aus dem letzten Jahr in Kopie vor, in denen von einer gefährlichen Pflege gesprochen wird. Die Mitarbeiter sehen trotz mehrfacher Anzeige keine Verbesserung“, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme.

von Carsten Bergmann

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