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Die richtige Mischung macht‘s

„Diversity Management“ Die richtige Mischung macht‘s

„Diversity Management“ (auf deutsch: Gewinn durch Vielfalt) ist ein Ansatz, Alter, Geschlecht, kulturellen Hintergrund oder Behinderungen der Mitarbeiter für einen Betrieb zu nutzen.

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Carolin Schenk (von links), Rainer Dolle und Gisela Hering freuen sich, dass es bei Arbeit und Bildung große Vielfalt gibt.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Der Marburger Bildungsträger Arbeit und Bildung will in dieser Richtung Vorreiter sein und hat mit einer firmeninternen Studie belegt, dass er in Sachen Vielfalt bereits sehr gut aufgestellt ist.

Geschäftsführer Rainer Dolle berichtete jetzt, dass vor etwa einem Jahr eine Arbeitsgruppe ihre Arbeit aufgenommen habe, die dieser Fragestellung nachgehen sollte. Anlass sei eine vom Verein organisierte Tagung gewesen, die sich vor allem mit Vorteilen des Diversity-Managements für Betriebe beschäftigt habe.

In der modernen Diversity-Management-Diskussion geht es laut Dolle darum, Chancengleichheit herzustellen und Benachteiligung zu vermeiden. „Und wenn die Industrie bemerkt, dass Vielfalt nützlich ist, dann haben wir uns als alter linksorientierter Verein natürlich darauf gestürzt“, so der Geschäftsführer. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse seien sehr erfreulich. Zwar komme die Arbeitsgruppe zu dem Schluss, dass im Hinblick auf alle Dimensionen noch keine völlige Gleichstellung erreicht sei, aber die Unterschiede im Vergleich zu anderen Studien erheblich geringer seien.

Carolin Schenk und Gisela Hering von der Arbeitsgruppe berichteten, dass anonymisiert alle 138 Mitarbeiter der Stammbelegschaft zu Alter, Geschlecht, Lohn, Schwerbehinderung und Migrationshintergrund befragt worden seien.

„Alles liegt im grünen Bereich“, betonte Schenk. Der Bericht ergebe, dass Arbeit und Bildung in allen Bereichen über dem Bundesschnitt liege. Mit einem Anteil von sechs Prozent schwerbehinderter Beschäftigter liege der Verein deutlich über der gesetzlichen Vorgabe. Auch falle auf, dass dieselbe Zahl an Mitarbeitern älter als 55 Jahre sei. Weiter kommt der Bericht zu dem Ergebnis, dass der Frauenanteil bei den Beschäftigten bei 55 Prozent liegt. Mit 14 Prozent liege man auch bei den Mitarbeitern mit Migrationshintergrund vorne. Diese kämen aus 13 Ländern, so Dolle. „Wir sind ein Ort der Vielfalt“, hob Hering hervor.

von Heiko Krause

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