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Die Verunsicherung bleibt

UKGM Die Verunsicherung bleibt

Die Hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann stellte sich am Freitag der Betriebsversammlung des UKGM in Marburg. Verunsicherungen abbauen konnte sie dabei aber nicht.

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Der prall gefüllte Hörsaal im Uniklinikum auf den Lahnbergen, wo sich Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann den Beschäftigten des UKGM stellt.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Wir sind auch nach der Betriebsversammlung und den Ausführungen von Ministerin Eva Kühne-Hörmann nicht schlauer als vorher“, sagte die Betriebsratsvorsitzende der Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) Bettina Böttcher nach der gut zweistündigen Veranstaltung am Freitag im vollen Hörsaal auf den Lahnbergen.

Von Tag zu Tag gebe es mehr Fragen zum Rückkehrrecht in den Landesdienst für die Beschäftigten des UKGM. Mehr als 200 Personen aus den Standorten Gießen und Marburg haben bisher von ihrem Rückkehrrecht Gebrauch gemacht. Die Frist dafür läuft am 31. Dezember aus. „Aber die Antworten der Landesregierung werden nicht mehr, je näher der Termin rückt“, kritisierte Böttcher die aktuelle Lage.

Kühne-Hörmann habe erneut - trotz mehrfacher Nachfragen aus der Versammlung - nicht konkret gesagt, was mit „rückkehrwilligen“ Beschäftigten nach dem 31. Dezember passiere. „Die Aussage der Ministerin, dass zunächst die Anzahl bis zum Fristende abgewartet werden müsse und dann die nächsten Schritte folgen, sind für uns keine Lösung dieser unsäglichen Situation“, so Böttcher, die den momentanen Stand mit einem Autokauf verglich. „Da unterschreibt man auch keinen Vertrag, wenn man das Auto noch nicht gesehen hat“, sagte die Betriebsratsvorsitzende. Der Druck auf die Landesregierung soll trotzdem in den verbleibenden knapp zwei Monaten hochgehalten werden. „Wir erwarten von Ministerpräsident Volker Bouffier klare Antworten. Und die werden wir einfordern. Seit Februar warten wir auf ein Signal, passiert ist aber noch nichts.“

Böttcher kritisierte zudem die Aussage von Kühne-Hörmann, dass die Stimmung nach außen, die in Marburg trotz guter Zahlen immer deutlich schlechter sei als in Gießen, auch eine Auswirkung auf die Patientenzahlen haben könnten. „Es geht nicht darum, dass wir unseren Arbeitsplatz schlechtreden. Sondern es geht um die derzeitige Situation, die wir verbessern müssen“, betonte Böttcher, die weiterhin Ministerpräsident Bouffier zu einer konkreten Zusage und einer persönlichen Aussprache mit den Beschäftigten des UKGM bringen will. „Im Moment herrscht ein Strategiespiel zwischen der Landesregierung und der Rhön-Klinikum AG. Und dieses Strategiespiel wird auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen.“

von Andreas Arlt

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