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Die Trägerschaft ist in der Warteposition

Kinderbetreuung Die Trägerschaft ist in der Warteposition

Wem die Gemeinde Lohra künftig die Betreuung der Kindergartenkinder anvertrauen will, ist noch offen, da die Entscheidung verschoben wurde.

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Mit einem großen Fest feierte der Kindergarten Konrad-Gaul-Straße gestern sein zehnjähriges Bestehen. Ob der Kindergarten in kirchlicher Trägerschaft bleibt, entscheidet demnächst die Gemeindevertretung.Foto: Gianfranco Fain

Altenvers. Zwei große Fragen beschäftigten die Lohraer Gemeindevertreter seit der Sitzung Mitte April. Zum einen hatte Bürgermeister Georg Gaul angekündigt, dass die Belegungszahlen der Kindertagesstätten vermutlich dazu führen würden, dass in den vier Kindertagesstätten der Gemeinde eine Gruppe geschlossen werde, zum anderen sollte ein SPD-Antrag hinsichtlich der Trägerschaft der Kindertagesstätten (Kita) behandelt werden, wozu es nicht kam, weil sich die Ausschüsse damit beschäftigen sollen.

Während Gaul am Donnerstagabend verkündete, dass in den Kitas wegen Nachzüglern und zweier Integrationsstellen nun doch keine Gruppe geschlossen wird, schreitet die Entwicklung in der Trägerschaftsfrage allmählich fort. So gab der Haupt- und Finanzausschuss zwar keine Empfehlung ab, dies aber, weil man die Vorstellung eines vom Kirchenvorstand angekündigten Vertragskonzeptes im Juni abwarten will. Trotz dieser Ankündigung war der Tagesordnungspunkt nicht schnell abgehandelt, da Hermann Schorge erklärte, wie der Antrag entstand und dass die SPD-Fraktion in dieser Frage nicht, wie die OP titelte, zerstritten ist. „Die Fraktion ist nicht zerstritten, es gibt nur verschiedene Meinungen zu diesem Themenkomplex“, sagte Schorge. Es sei allen Fraktionsvertretern einer Initiative, die aus der Haushaltssicherungskommission entstanden ist, klar, dass es in dieser Frage keine gemeinsame Linie geben kann. Deshalb sollte ein gemeinsamer Antrag aller Fraktionen entstehen, wobei die Abstimmung als Gewissensentscheidung freigegeben werden sollte.

Damit dieser Antrag in der Parlamentssitzung behandelt werden konnte, habe die SPD, wie abgesprochen stellvertretend für alle Fraktionen, einen „Platzhalterantrag“ eingebracht. Vorausgegangen waren die Ankündigung eines Vertragsentwurfs seitens der Kirche auf Grundlage der Forderungen des Gemeindevorstands, der bis zum 3. April vorliegen sollte. Da dies nicht geschah und der Bürgermeister einen gewissen Zeitdruck für die Ausschreibung der Trägerschaft der Kita in der Konrad-Gaul-Straße angemeldet habe, schrieb Schorge seine Ideenskizze für einen Antragsentwurf nieder. Dieser wird noch diskutiert. Die Hoffnung, bis zur Sitzung in der vorigen Woche eine Einigung zu erzielen, blieb unerfüllt.

von Gianfranco Fain

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