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Die Sprachlosigkeit überwinden

Seniorentag Die Sprachlosigkeit überwinden

Statt der angekündigten 70 kommen 120 Teilnehmer zum Seniorentag der Gemeinde ins Bürgerhaus.

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120 Senioren aus Dautphetal informierten sich über das große Angebot, das ihre Gemeinde zu einer seniorenfreundlichen macht. Otto Usat sorgte mit der Gitarre und Liedern auf Platt für die musikalische Unterhaltung.Fotos: Sascha Valentin

Buchenau. Dautphetal ist eine seniorenfreundliche Gemeinde. Das stellte Bürgermeister Bernd Schmidt (FW) am Mittwoch beim Seniorentag in Buchenau fest. Auch wenn finanziell nicht alle Wünsche der älteren Menschen erfüllt werden könnten, so sei ihm viel daran gelegen, das umzusetzen, was geht, betonte der Bürgermeister.

Wie gut die Gemeinde in der Seniorenarbeit aufgestellt ist, zeigte der Vorsitzende des Seniorenrates, Siegfried Ortmüller, mit Helfern auf. So stellte Dieter Kuhrt die Arbeit des Pflegestützpunktes vor, Christel Boß informierte über den seit fünf Jahren bestehenden Besuchs- und Hilfsdienst und Ortmüller verwies auf die Kooperationen mit der Dautphetalschule, zum Beispiel bei der Initiative „Freiwillig aktiv“.

Das alles seien kleine Puzzlesteine, die zusammen ein großes Bild ergäben, verdeutlichte Ortmüller. Dabei stünden die Angebote vielfach nicht nur älteren Menschen zur Verfügung, sondern Bürgern jeden Alters.

Chistel Boß verdeutlichte das am Beispiel des Besuchsdienstes, der keineswegs eine Konkurrenz zu Pflegediensten darstelle, wie sie betonte. Ziel sei es vielmehr, pflegende Angehörige ein wenig zu entlasten und ihnen ein oder zwei Stunden Freizeit zu bescheren.

Ortmüller machte weiter deutlich, welche Rolle der Seniorenrat bei alledem spielt. Er werde umso wichtiger, je mehr die öffentlichen Mittel abnehmen und mit ihnen die Bereitschaft zur Unterstützung älterer und hilfebedürftiger Menschen, sagte der Vorsitzende. Dabei verstehe sich der Seniorenrat aber nicht nur als Sprachrohr der älteren Menschen: „Wir wollen die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen aufheben und setzen uns allgemein für das Miteinander ein.“

Neben der Vorstellung der Leistungen in der Gemeinde fanden die Besucher des Seniorentags auch reichlich Gelegenheit, ihre eigenen Erfahrungen bei einer Tasse Kaffee auszutauschen oder den musikalischen Vorträgen Otto Usats zu lauschen, der bekannte Melodien mit neuen Texten auf Platt unterlegt hatte.

Für Gelächter sorgten Werner Reichel und Reimar Debus vom Dialektverein, die die Besucher mit erfundenen und wahren Anekdoten in Mundart unterhielten und damit auch die Erinnerung an die „gute, alte Zeit“ wachriefen.

Zum Ende des Seniorentages äußerte Ortmüller noch eine Bitte: Bei den nächsten Veranstaltungen sollten sich die Teilnehmer vorher anmelden. Denn statt der angemeldeten 70 Teilnehmer waren diesmal 120 gekommen.

In weiser Voraussicht seien zum Glück ausreichend Tische und Stühle gestellt worden, sagte Ortmüller, aber es sei immer eine organisatorische Gratwanderung, die durch Anmeldungen erleichtert werden könne.

von Sascha Valentin

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