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Hinterland Die Entscheidung fällt bei Stufe neun
Landkreis Hinterland Die Entscheidung fällt bei Stufe neun
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19:05 18.11.2009
Gierig schlang Nils Worreschke die feurige Currywurst hinunter. Erst die zehnte von elf Schärfestufen ließ den jungen Mann die Waffen strecken. Quelle: Wisker

Marburg. Heiß dampften die mundgerecht geschnittenen Bratwurststücke in glutroter Soße. Der Duft von Chili, Tabasco und Knoblauch lag in der Luft. Kleine Gabeln, Servietten und die berühmten Curry-Wurst-Schälchen brachte „Chili-King“-Inhaber Felit Sisamci an den Tisch. Dort saßen bereits, flankiert von Schwarzbrot, Milch und Ayran, sieben wagemutige Kandidaten. Alle verbindet die Leidenschaft für scharfes Essen, weshalb jeder von ihnen der „schärfste Mann Marburgs“ werden wollte. Denn zu dem erstmalig stattfindenden Schärfewettbewerb lud das Eckrestaurant nahe des Oberstadtaufzugs ein. „Mein Laden hat nicht umsonst das Logo mit der Feuer speienden, roten Peperoni“, scherzte Sisamci. Sein noch junges Unternehmen – seit fünf Monaten serviert er Brat-, Rinds- und Currywurst – habe sich, nach eigenen Angaben, zu einem Treff „Liebhaber würzigen Essens“ entwickelt.

Tatsächlich versammelten sich viele Zuschauer rund um die Bierzeltgarnitur, auf der die – zunächst noch zuversichtlichen – Kandidaten saßen. Elf Schärfegrade galt es zu überstehen, wer zuletzt am Tisch saß, gewann. „Das ist für viele ein nicht nachvollziehbarer Genuss“, wusste auch Teilnehmer Christoph Fye. Unvorbereitet nahm niemand teil. Fein säuberlich sortierte jeder seine Utensilien: Getränke, Brot – und Taschentücher. „Schwitzen, rote Augen und Tränen sind völlig normal, egal wie viel Schärfe einer verträgt“, verriet er mögliche körperliche Reaktionen. Für den Notfall stand ein Krankenwagen bereit – der jedoch nicht zum Einsatz kam. „Gefährlich wird es, wenn Soßen mit chemischen Mitteln schärfer gemacht werden als es natürlich geht“, weiß der 31-jährige Ladenbesitzer. Bei seinen Würzmischungen im Tagesgeschäft handele es sich ausnahmslos um natürliche Produkte – für den Wettbewerb reicherte auch er die höchsten Stufen mit einigen feurigen Spezialitäten an. Den Titelbewerbern war das bewusst und jeder formulierte sein eigenes Ziel. Christoph Fye gab an, es mindestens bis zur siebten Stufe schaffen zu wollen. Das schaffte er, aber dann war Schluss.

von Björn Wisker

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