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"Die Elenden" sind einen Besuch wert

Freilichtbühne "Die Elenden" sind einen Besuch wert

Zwei Stücke beherrschen die Freilichtbühne in Hallenberg: "Das Dschungelbuch" und "Les Mis­erables" (Die Elenden). Inszeniert hat das letztgenannte Biedenkopfs Kulturreferentin Birgit Simmler.

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Die revolutionäre Studentengruppe ist für den Kampf auf den Barrikaden gewappnet.

Quelle: Helga Peter

Hallenberg. Der ehemalige Sträfling Jean Valjean (Rüdiger Eppner), der wegen Brotdiebstahls 19 Jahre im Gefängnis verbracht hat und sich als Bürgermeister einer kleinen Stadt und als Fabrikbesitzer ein neues Leben aufbauen will, betritt die Bühne. Diese Ruhe wird jäh gestört, als Inspektor Javert (Helmut Mause) die Spur aufnimmt und Valjean erneut hinter Gitter bringen will. Es folgen dramatische Szenen, die die Not der Bevölkerung spiegelten und auch die Lage des Pflegekindes Cosette (Stefanie Balzer), das Jean Valjean zu sich nimmt. Die Handlung nimmt an Dramatik zu, als sich Cosette und der Student Marius (Stefan Mielich), der einer revolutionären Studentengruppe angehört, ineinander verlieben.

Unter den Rufen „Viva la Revolution“ ergeben sich spannende Szenen für Freiheit und Gerechtigkeit auf den Barrikaden, wo Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten gegen die Revolutionäre kämpfen und es zu Schießereien kommt. Dabei zeigt der Straßenjunge Gavroche, der von dem 18-jährigen Simon Paffe gespielt wird, eine große Unerschrockenheit und sorgt für so manches gefährliche Intermezzo. Die wenigen Überlebenden des Kampfes nehmen die Liebe als Hoffnung mit in ein System, an das sie nicht glauben.

Bemerkenswert ist, dass in den Hauptrollen dieses Schauspiels Darsteller von 17 bis 54 Jahren gemeinsam auf der Bühne stehen, die sich mit sehr viel Engagement in ihren jeweiligen Rollen präsentieren.

Die Aufführung des Schauspiels „Les Misérables“ ist etwas ganz Besonderes. Zeigt es doch ein Stück Weltgeschichte aus dem Blickwinkel der „kleinen Leute“, die Zuwendung und Verantwortungsbewusstsein aus der bürgerlichen und großbürgerlichen Schicht nicht erfahren. Dieses Theaterstück, auch „Die Elenden“ nach einem Roman von Victor Hugo aus dem Jahre 1862 genannt, bietet eine gefühlvolle, spannende und mitreißende Handlung, die auch einen nachdenklichen Charakter in sich trägt.

Birgit Simmler, die auch Kulturreferentin der Stadt Biedenkopf ist, führt in diesem Stück zum sechsten Mal Regie. Die Premiere dieses Schauspiels fand Mitte Juni statt. Weitere Aufführungen stehen am 12. und 15. Juli sowie nach der Spielpause ab dem 4., 11., 12., 15., 18., 22., 24., und 26. August zu jeweils wechselnden Uhrzeiten an. Die Aufführung des Schauspiels „Les Misérables“ ist so konzipiert, dass die Freilichtbühne die Zuschauer in französische Orte versetzt, darunter auch die Weltstadt Paris mit dem Jardin du Luxembourg, einem königlichen Schlosspark.

Die Freilichtbühne ist einen Besuch wert, die Organisatoren laden mittlerweile zu den 67. Sommerfestspielen ein.

nMit dem Kinderstück „Das Dschungelbuch“ wird ein heiteres Spiel für die Kinder frei nach Rudgard Kipling in der Freilichtbühnenbearbeitung von Robert Hesse geboten. Damit werden die aus der Walt-Disney-Verfilmung bekannten Figuren Mogli, Baghira, Shir-Kan, Balu und King Lui wieder lebendig. Regie führt Dorothee Hollender. Aufführungen des „Dschungelbuches“ finden am 5. und 14. Juli sowie nach der Sommerpause am 5., 8., 11., 14., 17. und 25. August jeweils zu wechselnden Uhrzeiten statt.

von Helga Peter

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