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Hinterland Die DRG investiert in die Zukunft
Landkreis Hinterland Die DRG investiert in die Zukunft
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20:36 13.10.2010
Unter den Blicken zahlreicher Mitarbeiter, des Prokuristen Dr. Bernd Röder (vorne links) und der Architektin Petra Pfau (Mitte) mauerte DRG-Geschäftsführer Wilhelm Sänger (vorne rechts) gestern bei der Grundsteinlegung des 4,5-Millionen-Projektes einen vom Marburger Unternehmen produzierten ELISA ein. Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Den Grundstein für den ersten Neubau der DRG in Deutschland legte gestern Vormittag Wilhelm Sänger, Geschäftsführer der DRG Instruments GmbH Marburg, auf dem Firmengelände in der Frauenbergstraße. Dort entsteht ein Anbau mit einer zusätzlichen Nutzfläche von rund 730 Quadratmetern. „Bisher haben wir hier in Marburg nur ELISAs produziert, den Anbau brauchen wir jetzt, weil wir zukünftig auch Zubehörteile für einen neu entwickelten Analyzer produzieren und damit unseren Betrieb zukunftssicher machen wollen“, sagte Sänger, nachdem er einen vom Marburger Unternehmen hergestellten ELISA eingemauert hatte.
Der DRG Hybrid XL Analyzer bietet laut Sänger für Labore von kleinerer und mittlerer Größe sowie für Großlabore, die damit Nischenparameter abarbeiten können, erstmalig die Möglichkeit, von Patientenprobe simultan Immunoassays und klinisch-chemische Parameter zu prozessieren. „Das gab es so bislang weltweit nicht. Wir haben für das Messverfahren deshalb auch ein europäisches Patent beantragt“, berichtete Sänger nicht ohne Stolz. In den ersten fünf Jahren sollen weltweit rund 3 000 der Geräte vertrieben werden.
In der deutschen Niederlassung der DRG International in Marburg werden die Cartridges (Steckmodule für die Proben) für den Analyzer produziert. „Weil wir dafür völlig neue Maschinen bauen lassen müssen und Platz brauchen, haben wir uns für den Anbau entschieden“, erläuterte der Geschäftsführer. Besonderheit des neuen Gebäudes wird die Dachterrasse sein, „von der man den schönsten Blick über Marburg haben wird“, wie Sänger den Mitarbeitern bei der Grundsteinlegung versprach.
Der Rohbau des Anbaus soll bis Weihnachten stehen, bis Ende April 2011 das komplette Bauwerk samt Anbindung an das bereits bestehende Gebäude fertig sein.
Neben dem Anbau investiert die DRG Instruments GmbH auch in neue Mitarbeiter: „Etwa zehn weitere Beschäftigte werden wir im nächsten Jahr einstellen“, verriet Geschäftsführer Sänger. Nur so könne der Produktionsbedarf für die Zubehörteile in Zukunft gedeckt werden. Derzeit beschäftigt das Unternehmen in Marburg 45 Mitarbeiter. Damit ist es nach Angaben Sängers die größte DRG-Niederlassung weltweit. Insgesamt beschäftigt die DRG-Gruppe rund 120 Mitarbeiter rund um den Globus.

von Katharina Kaufmann