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„Die Aufmerksamkeit steigt beständig“

Heimwettkampf „Die Aufmerksamkeit steigt beständig“

Für jeden Heimwettkampf stellt jeweils einer der vier beteiligten Vereine des KTV Obere Lahn 50 Helfer zum Aufbau der Wettkampfstätte und für die Betreuung des Publikums.

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Beim Aufbau von Gastronomie und Turngeräten am Vortag des Wettkampfes helfen auch die Spitzenturner mit (von links): Roland Schreiber, KTV-Turner Philipp Wiemers, Elke Wiemers und Pamela Ferchland.

Quelle: Sophie Cyriax

Biedenkopf. Rund 750 Zuschauer verfolgten am Samstag den letzten Heimwettkampf der Kunstturner in Biedenkopf: „Guter Durchschnitt“, sagt die Vorsitzende der Kunstturnvereinigung (KTV) Obere Lahn, Elke Wiemers, mit Blick auf die proppenvollen Ränge in der Sporthalle der Lahntalschule in Biedenkopf.

Die Wettkämpfe der zweiten Bundesliga-Mannschaft hätten sich in den vergangenen Jahren zum „absoluten Großereignis“ entwickelt, „eine tolle Bereicherung für unsere Stadt“, sagt auch Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig.

Seit 2005 turnen die Sportler der KTV Obere Lahn in der zweiten Bundesliga. Die Besucherzahlen bei den Heimwettkämpfen sind seit dieser Zeit kontinuierlich gestiegen. „Wenn es wenig sind, kommen rund 500 Leute, normalerweise sind es um die 800“, sagt Pamela Ferchland, die im Vorstand der KTV für die Kasse verantwortlich ist, „die Aufmerksamkeit für unseren Sport ist beständig gestiegen.“

Mit den Besucherzahlen ist in den vergangenen Jahren auch der organisatorische Aufwand gewachsen. Das Publikum muss verköstigt und über das sportliche Treiben informiert werden, um die Parkplatz-Situation müssen sich die Organisatoren ebenso kümmern wie um die Sicherheitsaspekte.

Hinzu kommt der Aufwand, den das Kunstturnen mit sich bringt. Vor jedem Heimwettkampf müssen die drei Felder der Sporthalle der Lahntalschule in eine Turn-Arena verwandelt werden. Insgesamt sechs Geräte, eine umlaufende Bande und Plätze für die Kampfrichter richten die Helfer her, außerdem zwei Gastronomie-Bereiche und die Zuschauerränge.

Der Aufwand hierfür ist enorm: Allein für den „Boden“, auf dem die Turner jeden Wettkampf beginnen, sind drei unterschiedliche Unterbauten nötig, außerdem müssen Abstände zu Wänden und Bande genau eingehalten werden.

Zudem schaffen die Helfer das Pauschenpferd und die Ringe, den Sprung, das Reck und den Barren in die Halle. „Damit sind wir bis tief in die Nacht beschäftigt“, sagt Peter Liebetrau, der stellvertretende Vorsitzende der KTV, und erklärt: „Weil die Sporthalle freitags vor unseren Heimwettkämpfen noch von anderen Vereinen genutzt wird, können wir erst ab 19 Uhr mit dem Aufbau beginnen.“

Für jeden Heimwettkampf werden mindestens 50 Helfer benötigt, rechnen die KTV-Verantwortlichen vor. Um das zu schaffen, haben die Kunstturner vor zwei Jahren ein Konzept entwickelt, das die Struktur des Vereins widerspiegelt: die Kunstturnvereinigung Obere Lahn wurde 1992 als Zusammenschluss der vier Turnvereine TV Biedenkopf, TV Weifenbach, TV Wallau und TuS Niederlaasphe gegründet. Jeder der vier beteiligten Vereine stellt für einen Heimwettkampf die Helfer bereit. „Das ist eine super Sache und funktioniert hervorragend“, sagt Pamela Ferchland. Auf diese Weise seien die vier Vereine zusammengewachsen, „da ist eine ganz tolle Gemeinschaft entstanden.“

So auch beim letzten Heimwettkampf, den die KTV-Turner als ungeschlagener Tabellenführer gegen die TG Saar angingen. Den Anlass nutzte Bürgermeister Thiemig, um den Aktiven und den Organisatoren für „phantastischen Spitzensport in Biedenkopf“ zu danken.

Der Besuch hat sich für die rund 750 Zuschauer auch an diesem Samstag wieder gelohnt: sie sahen den eindrucksvollen Sieg der Hinterländer.

Damit rückt der Aufstieg in die erste Liga für die KTV Obere Lahn weiter in den Bereich des Möglichen. Ob dieser finanzielle und organisatorische Aufwand in Biedenkopf dann noch gestemmt werden kann? „Darüber können und wollen wir zu diesem Zeitpunkt nicht spekulieren“, sagt Elke Wiemers, „aber wir haben schon so Einiges geschafft.“

von Sophie Cyriax

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