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„Wir möchten Menschen Teilhabe ermöglichen“

Diakonisches Werk „Wir möchten Menschen Teilhabe ermöglichen“

Für ihre Cafés für Menschen mit und ohne Demenz hat das Diakonische Werk Marburg-Biedenkopf vom Stiftungsfonds „Dia-Dem“ 36.000 Euro ­erhalten.

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Im Beisein von Helmut Kretz (von links) und Helmut Giebeler übergab Dr. Eberhard Schwarz einen großen Scheck an Sozialarbeiterin Diana Gillmann-Kamm.

Quelle: privat

Dautphe. Mit herzlichen Grüßen des Stiftungsbeirats überbrachte Dr. Eberhard Schwarz, Vorstandsmitglied der Stiftung Diakonie Hessen, den symbolischen Scheck. Die Mittel werden über einen 
Zeitraum von drei Jahren ausgezahlt und sind auch eine ­Anschubfinanzierung für das jüngste Projekt, das Café „Mittendrin“ in Dautphe.

Schwarz gratulierte den Initiatoren zu dem Projekt im Familienzentrum „Vier Wände“ und hob als besonderen Pluspunkt an diesem Standort die Nähe zur Kindertagesstätte hervor. Dies sei auch Bestandteil des Konzeptes, wie Helmut Kretz mitteilte. Der Fachbereichsleiter und Koordinator im Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf erklärte:

„Unter dem Motto ,Jung und Alt bewegt sich‘ sind hier generationsübergreifende Begegnungen geplant.“ Davon profitierten Kinder und Senioren. Kinder gingen vorbehaltlos und unbefangen auf ältere­ und demente Menschen und deren Einschränkungen zu. Für sie entspräche es den eigenen Erfahrungen und sei völlig normal, wenn jemand etwas nicht kann. Das Café „Mittendrin“ ist nach den Cafés „Hand in Hand“ in Holzhausen und Gönnern das dritte Begegnungscafé dieser Art in Kooperation mit verschiedenen Partnern, wie der Alzheimer-Gesellschaft Marburg-Biedenkopf und den Kommunen.

Kretz lobt ehrenamtliche Mitarbeiter

„Wir möchten Menschen Teilhabe ermöglichen, die sonst überwiegend zu Hause wären“, sagte Kretz. Gleichzeitig werden Angehörige entlastet, oder können vor Ort die mobile Beratung in Anspruch nehmen, die Diplom-Sozialarbeiterin Diana Gillmann-Kamm anbietet. Jedes der Cafés hat an ­einem anderen Wochentag geöffnet, so dass auch mithilfe des ehrenamtlichen Fahrdienstes mehrere Cafébesuche pro Woche möglich sind. Ehrenamtliche Mitarbeiter gestalten die Nachmittage und bewirten die Gäste.

Mit einem bunten Programm an allen drei Standorten werden die Sinne der Teilnehmer angeregt und die vorhandenen Fähigkeiten gestärkt. „Ohne die vielen Menschen, die sich ehrenamtlich einbringen, gäbe es dieses Projekt nicht“, verdeutlichte Kretz. Menschen, die sich sinnstiftend einsetzen möchten, seien daher jederzeit herzlich willkommen. Schulung und Begleitung der ehrenamtlich Mitarbeitenden seien fester Bestandteil des Konzeptes.

Auch Helmut Giebeler, der als Vorstandsmitglied des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf in Vertretung des ­Geschäftsführers Ulrich Kling-Böhm gekommen war, zeigte sich angetan von der Idee. Er erklärte, aufgrund dessen, was er an dem Nachmittag an Begegnung erlebt habe und mit welchem Engagement das Projekt aufgebaut werde, sei er sicher, dass die Zuwendung der Stiftung „Dia-Dem“ gut angelegt sei.

Dr. Eberhard Schwarz sagte, der Stiftungsbeirat wisse, dass hier eine gute Arbeit im Sinne der Stiftung geleistet werde. Als seine Ziele nennt der Stiftungsfond in erster Linie die Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz, besonders durch wohnortnahe Beratung und Hilfe sowie die Förderung von Initiativen für Familien und geschulte Freiwillige.

Hintergrund

Öffnungszeiten in den Cafés sind von März bis Dezember jeweils von 14.30 bis 17 Uhr;
Dienstag: Café „Mittendrin“ im Familienzentrum „Vier Wände“ in Dautphe;
Mittwoch: Café „Hand in Hand“ in der Kulturscheune in Holzhausen;
Donnerstag: Café „Hand in Hand“ im Altenpflegeheim „Assmanns Mühle“ in Gönnern.

Ansprechpartnerin: Diana Gillmann-Kamm, Telefon 06461/954014 oder 0151/54673731, E-Mail: 
 diana.gillmann-kamm@ekkw.de.

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